Vier Koalitionen theoretisch möglich: Berliner Sondierungen gehen in nächste Runde

Nach Grünen und Linken sprechen am Montag CDU und FDP mit den Sozialdemokraten, auch Grüne und Linke treffen sich. Klar ist nur: Ohne die SPD geht es nicht. Von Lorenz Maroldt
 

Vier Koalitionen theoretisch möglich: Berliner Sondierungen gehen in nächste Runde
Franziska Giffey (SPD, rechts), Spitzenkandidatin für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, hat ein erhebliches Machtpotenzial bei den Verhandlungen. Neben ihr steht Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD im Abgeordnetenhaus von Berlin. Foto: Christophe Gateau/dpa

Heute geht‘s in die nächste Runde der Berliner Sondierungsgespräche: Nach Grünen und Linken dürfen heute CDU und FDP bei den Sozialdemokraten vorsprechen – und auch Grüne und Linke treffen sich, um die Lage zu peilen. Klar ist bisher nur zweierlei:

+ Ohne die SPD gibt es kein Bündnis, das über eine Mehrheit der Sitze verfügt (jedenfalls nicht nach derzeitigem Auszählungsstand; mehr dazu gleich).

+ Die SPD ist auf keine der anderen Parteien angewiesen – jede der potenziellen Partnerinnen ist für sie in egal welcher Kombination austauschbar.

Theoretisch sind vier Koalitionen möglich:

+ SPD mit Grünen und Linken („RGR“).

+ SPD mit Grünen und FDP („Ampel“)

+ SPD mit Grünen und CDU („Kenia“)

+ SPD mit CDU und FDP („Deutschland-Koalition“)

Im Gegensatz zum bescheidenen Ergebnis (mit 21,4 Prozent schnitt die SPD so schlecht ab wie nie zuvor in Berlin) hat Franziska Giffey also ein erhebliches Machtpotenzial bei den Verhandlungen.

Allerdings ließ sie bei den ersten Gesprächen nicht erkennen, ob sie tatsächlich eine ganz andere Koalition als bisher in Betracht zieht, also eine mit CDU und FDP.