Berliner Gesundheitsverwaltung erwägt Verzicht auf Testen in der Außengastronomie

Berlins Restaurants waren an Pfingsten voll. Doch nicht alle Wirte kontrollierten die Test-Nachweise ihrer Gäste. Die Verwaltung ruft dazu auf, sich an die Regeln zu halten. Von Ann-Kathrin Hipp

Berliner Gesundheitsverwaltung erwägt Verzicht auf Testen in der Außengastronomie
Zahlreiche Gäste haben am vergangenen Pfingstsonntag den Prater, einen Biergarten in Mitte, besucht. Foto: Annette Riedl/dpa

Anderes Thema: Berlin darf wieder ein bisschen Berlin sein. Allen Wolken und Windböen zum Trotz wurden am Wochenende erste Hauptstadt-Freiheits-Häppchen serviert. Die begrenzten Plätze in Restaurants und Bars waren entsprechend schnell voll, einige Gäste vielleicht auch. Einziger Haken: Vielerorts ist die Einhaltung der Corona-Regeln nur mit Abstrichen (bzw. genau ohne die benötigten Abstriche) erfolgt. „Wir sind hier ja nicht das Ordnungsamt“, kommentierte eine Kellnerin in Schöneberg, die weder Impf- noch negativen Test-Nachweis sehen wollte. Andere Restaurants ignorierten die Pflicht zur Registrierung der Kontaktdaten. Manch ein Wirt vergaß selbst das „Außen“- in der Gastronomie und besetzte Tische in Innenräumen.

Berlins Gesundheitsverwaltung erklärte am Montag auf Checkpoint-Anfrage, man gehe „davon aus, dass die Ordnungsbehörden genau hinschauen“, rufe aber alle „dringlich dazu auf, sich an die Regeln zu halten und das Erreichte nicht aufs Spiel zu setzen“. Des Weiteren sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD): „Wenn die Inzidenz weiter stetig sinkt, kann ich mir gut vorstellen, auf das Testen in der Außengastronomie zu verzichten.“ Können wir wahrscheinlich alle – noch ist es allerdings nicht so weit.