Verkehrssenatorin Manja Schreiner tritt zurück – wer folgt ihr?

Da waren’s nur noch neun: Die Senator:innenrunde hat sich verkleinert, seit CDU-Verkehrssenatorin Manja Schreiner am Dienstag „sehr schweren Herzens“ ihren Rücktritt verkündete. „Bauernopfer“ ist das Stichwort: Damit ist nicht Schreiner gemeint, die aus der Landespolitik mit überwiegend warmen Worten und von den Koalitionär:innen auch mit Bedauern verabschiedet wird. „Bauernopfer“ nennt ein Rechtsprofessor Schreiners Art der unsauberen Zitierweise, die am Montag zur Aberkennung ihres Doktortitels durch die Uni Rostock führte – unglücklicherweise auch noch Schreiners Geburtstag.

„Ich habe an keiner Stelle meiner Dissertationsarbeit vorsätzlich getäuscht oder betrogen“, verteidigte sich die CDU-Frau am Dienstag, und kündigte an, als Privatperson gegen die Entscheidung vorgehen zu wollen. Um ihre Entlassung als Senatorin bitte sie, „um Schaden vom Berliner Senat abzuwenden“. Als Senatorin habe sie stets große Verantwortung für die Stadt und ihre Menschen empfunden, sagte Schreiner. „Diese Verantwortung gibt mir nun diesen Weg aus dem Amt vor.“

Zum Weiterlesen:

+++ Wer findet nun den Weg in dieses vakante Amt? CDU-Regiermeister und Senatorinnen-Ernenner Kai Wegner hielt sich zunächst bedeckt. Deshalb hat Christian Latz mal für Sie das Ohr ans Pflaster gehalten – und stellt mögliche Kandidat:innen für Schreiners Nachfolge vor.

+++ Wie schlimm ist Manja Schreiners Plagiatsfall wirklich? Ann-Kathrin Hipp hat dazu drei Plagiatsjäger befragt.

+++ Auch unsere Leser:innen-Community hat intensiv diskutiert – und fragt unter anderem, wo die Kritik an den deutschen Universitäten bleibt.