Warum autofreie Straßen doch ein Erfolgsmodell sein könnten

Beruhigendes aus der Landespolitik: Alles bleibt, wie es ist. Berlins FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja hat das geplante Modellprojekt autofreie Friedrichstraße als „konzeptionslose Veranstaltung“ kritisiert – womit vor allem der Ist-Zustand der Straße sehr gut beschrieben wäre. „Das ist eine Trotzanordnung, die dort vorgenommen wird“, sagte Czaja der Deutschen Presse-Agentur. Niemand profitiere von dem ab Mitte August geplanten Experiment: weder Händler noch Autofahrer oder der Standort Friedrichstraße selbst. Das es neben den Vorteilen für Fußgänger doch auch die ein oder andere gute Aussicht für die von der FDP geliebte freie Wirtschaft geben könnte, zeigt eine Studie aus London: In verkehrsberuhigten Gebieten gibt es 93 Prozent mehr Publikum, die Zeit, die die Menschen in einer Straße – zum Beispiel in Läden und Cafés – verbrachten, stieg sogar um 216 Prozent. Klingt nach Konzept, oder?