Untersuchungsausschuss im Fall Amri eingesetzt

Ein Untersuchungsausschuss soll jetzt die Merkwürdigkeiten, nein nicht beim BER, sondern bei den Ermittlungen nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz klären. Das hat das Berliner Parlament beschlossen. Das rot-rot-grüne Regierungsbündnis wollte ja erst ohne solch ein Gremium auskommen und setzte stattdessen einen Sonderermittler ein. Doch der deckte alsbald auf, dass Akten beim Landeskriminalamt offenbar aus Löschblättern bestehen: Es wurden Einträge manipuliert, um Versäumnisse im Fall Anis Amri zu vertuschen. Der Ausschussvorsitz geht an den CDU-Mann Burkard Dregger. Spannend dürfte es werden, wenn womöglich sein Parteifreund Frank Henkel, Innensenator bis kurz vor dem Attentat, befragt wird.