Wirbt Berlin ausreichend fürs Impfen?

Heute beginnt die bundesweite Impf-Aktionswoche (in Berlin gibt’s, je nach Geschmack, Moderna mit scharf, Impfe im Zoo uvm.). Aber wie gut erreichen die Angebote Ungeimpfte, die nicht auf Social Media unterwegs sind? Der Intensivmediziner Marc Bota hat in Hamburg eine Woche lang in seinem Alltag gezielt nach Impfwerbung und Co. im öffentlichen Raum Ausschau gehalten. Viel fand er nicht (hier nachzulesen). „Es ist deprimierend“, lautet sein Fazit. „Die meisten unserer ungeimpften Patienten sind keine Impfgegner*innen, die hätten längst abgeholt werden müssen.“ Aus Bremen (aktuell höchste Impfquote) berichten Nutzer:innen von Plakaten an Haltestellen, Postkarten in Bars, Werbung im Supermarkt. Termine gibt’s per QR-Code.

Gilt das auch für Berlin? Braucht die Stadt mehr Impfwerbung, könnte der Senat („Vielleicht haben wir das, was wir machen können als Politik, ausgereizt“, Michael Müller) mehr tun, um mehr Menschen zu erreichen – oder läuft es ganz gut mit mobilen Impfteams und Co.? Schreiben Sie uns an checkpoint@tagesspiegel.de. Wobei wir uns wundern, dass Impfen überhaupt noch ein Thema ist, über das wir sprechen müssen – unsere Tagesspiegel-Kinderexpert:innen haben das Problem eigentlich schon vor einem Monat gelöst: „Wenn man den Leuten sagt: ,Du musst etwas tun’, tun sie es nicht. Aber wenn man sagt: ,Du darfst das nicht’, machen sie es erst recht. Angela Merkel sollte sagen: ,Gehen Sie nicht zum Impfen!’“ (Wieka, 8).