Zoo und Tierpark können kaum Energie sparen – und hoffen auf ihren Flauschfaktor

Fast alle werden sparen müssen, besonders bei Strom und Gas. Berlins Tiergärten wollen allerdings weitermachen wie bisher – der Fauna zuliebe. Aus dem Checkpoint. Von Julius Betschka

Zoo und Tierpark können kaum Energie sparen – und hoffen auf ihren Flauschfaktor
Rote Pandas kann man in beiden Berliner Tiergehegen anschmachten. Foto: Tierpark Berlin

Fast alle werden sparen müssen – besonders bei der Energie. Mein Kollege Kevin Hoffmann wollte von Zoo und Tierpark wissen: Gibt‘s bei Ihnen Einsparpotenzial? Die Antwort, sinngemäß: Wir bitte als Letztes! „Da in den Zoologischen Gärten Berlin über 26.000 Tiere liebevoll und artgerecht gepflegt werden und darüber hinaus zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten beherbergt sind, hoffen Zoo und Tierpark um entsprechende Berücksichtigung bei der Aufteilung der Gasversorgung im Krisenfall“, schreibt eine Sprecherin. Man setzt auf den Flauschfaktor. Den Energieverbrauch reduzieren könne man auch kaum, weil „Pflege und Zucht von zahlreichen Tier- und Wildtierarten“ einen Großteil des Bedarfs ausmachten. Umstellen auf Erneuerbare? „Die vorhandene Anlagentechnik kann kurzfristig nicht einfach so auf andere und alternative Energieträger umgestellt werden.“ Das geflügelte Wort dieser Zeit wird eher: „Das geht so nicht, Alter!“