Nach fünf Jahren Mobilitätsgesetz: Vier Pilotprojekte für sichere Schulwege, kein Gesamtkonzept
Das „Schulische Mobilitätsmanagement“ sieht unter anderem die Schaffung sicherer Verhältnisse um Schulen vor. Ein Konzept dazu sollte eigentlich schon lange erarbeitet sein. Von Stefan Jacobs.
„Mit aller Kraft“ geht’s auch woanders weiter: Nachdem die Verkehrsverwaltung gerade das Fünfjährige des Mobilitätsgesetzes gefeiert hat („Pragmatisch weiterentwickeln, was den Alltag bremst“), wollte Oda Hassepaß (Grüne) wissen, wie es um das ebenda verankerte „Schulische Mobilitätsmanagement“ steht. Das sieht neben Verkehrserziehung auch die Schaffung sicherer Verhältnisse um die Schulen vor – wobei ein Konzept binnen zwei Jahren erarbeitet werden sollte.
Und? „Zwischen November 2022 und Mai 2024 wurden an insgesamt vier Schulen Pilotprojekte zur Erstellung von Schulmobilitätsplänen durchgeführt“, teilt die Verkehrsverwaltung mit. Die gute Nachricht: Die vier Projekte seien „abschließend umgesetzt und evaluiert“ worden. Die schlechte: 793 allgemeinbildende Schulen sind noch übrig. Weitere Pilotprojekte seien nicht vorgesehen, wohl aber ein Senatsbeschluss für ein Konzept in diesem Jahr. „Das Schulische Mobilitätsmanagementkonzept entfaltet nach dem Senatsbeschluss seine Wirkung.“ Kinder, wie die Zeit vergeht.