Streit um neue Quarantäneregeln an Schulen
Berlins Amtsärzte sind für heute um 13 Uhr zur Video-Krisensitzung mit der Gesundheitssenatorin vorgeladen – Anlass ist der Ärger über die neue Quarantäne-Regel an den Schulen (bisher 14 Tage für die ganze Kontaktgruppe), die von den Medizinern am Wochenende verkündet wurde: Isoliert werden soll nur noch, wer nachweislich selbst infiziert ist (PCR-Test) – die Begründung: „Kinder und Jugendliche erkranken erfreulicherweise selten, meistens gar nicht, und wenn, dann nicht schwer.“ Das sieht Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz allerdings ganz anders: „Mit Blick auf (seltene) schwere Krankheitsverläufe ist die so genannte Durchseuchung keine verantwortliche Alternative“, schriebt er in einem Positionspapier – mit anderen Worten: Die Zahl toter Kinder oder schwer geschädigter Kinder wäre einfach zu hoch.
Blöd nur, dass die Amtsärzte für ihren Kurswechsel das Okay von Kalaycis zuständiger Referatsleiterin hatten – und auch die Bildungsverwaltung war dafür („… ausdrücklich fachlich begrüßt … mündliche und schriftliche Zustimmung …“).