Berliner AfD-Abgeordneter kommt nicht mehr in Kantine des Abgeordnetenhauses
Weil für den Speiseraum des Abgeordnetenhauses seit dem Wochenende 2G+ gilt, blieb Gunnar Lindemann der Zugang verwehrt. Dabei hat der AfD-Mann aber noch Glück. Von Julius Betschka
Mit ganz anderen Problemen schlägt sich zurzeit der Berliner AfD-Abgeordnete und „Montagsspazierer“ Gunnar Lindemann herum. Er musste feststellen, dass er nicht mehr in die Kantine des Abgeordnetenhauses kommt: Dort gilt – wie in allen Berliner Gaststätten – seit dem Wochenende die 2Gplus-Regel. „Man hätte längst die Möglichkeit, das Essen zum Mitnehmen zu erwerben oder einen Zimmerlieferservice einrichten können“, meckert Lindemann mit knurrendem Magen. Fehlt nur das „Ungeimpft“-Krönchen auf dem Haupt. Allerdings kann sich der Berliner AfD-Mann glücklich schätzen: Im Gegensatz zum Bundestag (dort gilt 2Gplus überall) gilt im Berliner Abgeordnetenhaus nur eine 3G-Regel für den Plenarsaal, für Ausschusssitzungen gibt es bislang überhaupt keine Test-Vorschriften – zumindest noch bis zum 31. Januar. Dann muss die Anordnung überarbeitet werden. Lindemann und Co. könnten auf die Tribüne verbannt werden. Bis dahin will sich der AfD-Politiker an einem nahen Imbissstand nähren. Frischluft tut gut.