Bayern scheitern gegen den BER

Die Bayern bevorzugten dagegen nach dem Sieg bei Hertha am Freitagabend einen Flug nach Katar – scheiterten aber am BER: Die Bitte um Startfreigabe erfolgte erst um 00:03 Uhr, doch da galt bereits seit drei Minuten das Nachtflugverbot (Ausnahmen: gibt’s viele, aber keine Nachspielzeit für den Meister). Mehr als sieben Stunden verbrachte das Team im Flieger, bis es endlich losging. Da sind die Bayern in Berlin anderes gewöhnt: Vor vier Jahren durften sie im Olympiastadion so lange weiterspielen, bis ihnen weit nach der 90. Minute doch noch der Ausgleich gelang.

Entsprechend sauer waren die Chefs: „Wir fühlen uns verarscht“, schimpfte Kalle Rummenigge – aber das geht uns zuweilen ja auch so, und zwar beim Anblick von Rummenigge, der meistens seine Nase so hoch trägt, dass die Maske nicht mehr drüber passt (hier zu sehen). Und Uli Hoeneß, sonst ganz der rechtstreue Bürger mit Verständnis für das Einhalten von Regeln, sprach von einer „Unverschämtheit“ und einem „Skandal ohne Ende“. Tja, da sind wir einmal pünktlich in Berlin – und dann das. Aber mit den Abflugzeiten ist es eben genauso wie mit einem Tor: Beides hat einen Rahmen. Es reicht ja auch nicht, wenn der Ball nur irgendwie in die richtige Richtung fliegt. Hoeneß wird sich erinnern: 1976, EM-Endspiel, Elfmeter… drüber.