Tod einer Radfahrerin: Feuerwehr hätte Alternativroute fahren können

Vier Wochen nach dem tragischen Tod der 44-jährigen Radfahrerin auf der Bundesallee gibt es in dem Fall eine neue Entwicklung: Über eine Alternativroute wäre das Spezialfahrzeug der Feuerwehr schneller beim Unfallopfer gewesen. Das zeigt eine Auswertung des Navi-Herstellers „TomTom“, die dem Tagesspiegel exklusiv vorliegt. Die Feuerwehrleute hätten auch über die Otto-Suhr-Allee zur Unfallstelle fahren können – dies könnte für die Klima-Aktivist:innen vor Gericht entlastend gewertet werden. „Das mag unbefriedigend für politische Eilbotschaften und Forderungen nach Gefängnis für die beteiligten Blockierer sein“, kommentiert Checkpoint-Kollege Julius Betschka. „Der Fall zeigt: Politiker und Öffentlichkeit tun bei aller Emotionalität gut daran, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abzuwarten.