Verspätetes Geld für Teststellen
Die Zahlungsverzögerungen verunsichern Betreiber und Mitarbeiter. Die KV Berlin versucht es derweil mit bürokratischer Deeskalation. Von Nina Breher und Thomas Lippold.
Wir bleiben beim Thema Geld. Etwa 60 Corona-Teststellen warten noch auf versprochene Zahlungen. Nachdem ein Betreiber (CP vom 2.7.) um „ein wenig Geduld“ gebeten wurde („haben unsere Mitarbeiter leider nicht mehr“) und sich auch die Antwort auf die Checkpoint-Anfrage zu der Zahlungsverspätung verspätete („muss Sie leider auf morgen vertrösten“), schrieb die KV Berlin am Folgetag, von der Verspätung seien rund 60 Teststellen betroffen. Nur nennt sie es nicht Verspätung, sondern „Auszahlung (…) in Vorbereitung“. Auch die Begründung könnte direkt aus dem Lehrbuch „Deeskalation durch bürokratische Sprache“ stammen. Man prüfe „entsprechend des rechtlichen Auftrags die Einhaltung der Vollständigkeit der Abrechnungsdaten“. Angesichts bisheriger Erfahrungen mit einigen der Teststellen – und generell – eine gute Sache, aber warum dauert das so lange? Es könne sogar „vorkommen, dass der Registrierungsprozess noch nicht abgeschlossen werden konnte“, wodurch „bisher keine Abrechnungsdaten übertragen wurden.“ Und wann kommt das Geld jetzt? Die Antwort können Sie sich denken: „Ein genauerer Zeitpunkt für die etwaige Auszahlung kann Stand heute nicht genannt werden“, sei „vom Einzelfall abhängig“.