Stimmungsmache zur Silvesterfeier

Vor dem Fest hatten Gerüchte über eine vermeintliche „Schutzzone für Frauen“ die Runde gemacht, befeuert auch vom Berliner AfD-Chef Georg Pazderski: „Das ist der Offenbarungseid der Politik im Jahre 2 nach der Grenzöffnung!“ Aber da hatte der Ex-Offizier mal wieder ins eigene Unkraut geschossen. Die Polizei riet „allen Stimmungsmachern“, sich mal ein bisschen schlau zu machen. Eingerichtet wurde ein Zelt als Anlaufstelle für Frauen, die sich bedrängt fühlen – Vorbild ist das Oktoberfest in München, dort gibt’s sowas seit 2003.
 
Wir unterbrechen das Programm aus gegebenem Anlass kurz für unseren beliebten Kurs „Rechnen lernen mit dem Checkpoint“ (kostenlos, auch für AfD-Funktionäre): 2017 minus 2003 gleich 14 (Hinweis: das ist etwas mehr als 2). Die Aufgabe fürs nächste Mal: Gemeldet wurden 13 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe bei 250.000 Besuchern. Wieviel Prozent macht das für die AfD?
 
Apropos AfD: Pazderskis Parteifreund (und ebenfalls Ex-Offizier) Uwe Junge, Vorsitzender in Rheinland-Pfalz, verriet zum Jahreswechsel schon mal, wie es nach der angestrebten Machtübernahme weitergeht: „Der Tag wird kommen, an dem wir alle Ignoranten, Unterstützer, Beschwichtiger, Befürworter und Aktivisten der Willkommenskultur im Namen der unschuldigen Opfer zur Rechenschaft ziehen werden!“ Anlass war ein Tötungsfall in Kandel, wo ein jugendlicher Flüchtling seine 15-jährige Ex-Freundin erstochen hatte. Checkpoint-Tipp: Den Junge-Spruch ausschneiden und vorlegen, wenn wieder mal jemand die AfD eine normale, rechtsstaatliche Partei nennt.