Frauenfeindliche Gewalt soll bundesweit statistisch erfasst werden

Auf Initiative Berlins werden zukünftig frauenfeindliche Straftaten statistisch erfasst - „ein wichtiger Schritt,“ so Dirk Behrendt. Von Julius Betschka.

Frauenfeindliche Gewalt soll bundesweit statistisch erfasst werden
Foto: Arnulf Hettrich/imago images

Eine Berliner Initiative mit Erfolg: Die Justizministerkonferenz der Länder hat am Donnerstag beschlossen, dass frauenfeindlich motivierte Straftaten künftig statistisch als solche erfasst werden sollen – ähnlich wie das bei homophoben oder antisemitisch motivierten Gewalttaten bereits passiert. Im Beschlusspapier heißt es: Die Justizministerinnen und -minister nähmen „mit Besorgnis die anhaltend große Zahl dieser Taten zur Kenntnis. Insbesondere gibt die seit Jahren gleichbleibend hohe Quote von Tötungsdelikten durch (Ex-) Partner großen Anlass zur Sorge.“ Auch im digitalen Raum nehme die Gewalt zu, Cybermobbing und digitale Nachstellungen werden als Probleme benannt. Justizsenator Dirk Behrendt sagt dem Checkpoint: „Es ist ein wichtiger Schritt, dass frauenfeindlich motivierte Straftaten künftig auch als solche benannt und bundeseinheitlich erfasst werden sollen.“