Krach um die Berlinale

Gestern war ich im Kino, es war chic“, schrieb Marlene Dietrich 1914, ein halbes Jahr vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in ihr Tagebuch (Quelle: Thomas Hüetelin, „Man lebt sein Leben nur einmal“, Kiepenheuer & Witsch). Eher politisch als chic war mal wieder die Berlinale: Dutzende Filmschaffende warfen den Filmfest-Verantwortlichen „institutionelles Schweigen zum Völkermord an den Palästinensern“ vor, der palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib warf der Bundesregierung vor, „Partner des Völkermords in Gaza zu sein“ – und Festivalchefin Tricia Tuttle posierte auf einem Foto mit Palästina-Fahne.