Keine Urkunden nach missglücktem Software-Update: Berliner Standesämter sollen notfalls beglaubigte Kopien ausfertigen
IT-Staatssekretär Kleindiek wendet sich mit „Handlungsanweisungen“ an die Standesämter. Anstelle von Geburts- und Sterbeurkunden sollen jetzt Kopien helfen. Von Lorenz Maroldt
Jeden Tag ein neues Panikschreiben zur Arbeitsunfähigkeit der Berliner Standesämter (Sie erinnern sich: Wegen eines verknallten Software-Updates kann Ihre Geburt oder Ihr Ableben gerade leider nicht beurkundet werden; CP v. 1.11.). Jetzt hat sich der IT-Staatssekretär der Sache angenommen: In einer Mail an alle Senatsverwaltungen und Bezirke, die Verbände der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen sowie die Bundesagentur für Arbeit informierte Ralf Kleindiek soeben über „Handlungsempfehlungen“ an die Standesämter, wie mit der misslichen Lage umzugehen ist – nämlich mit „Rückstellungsbescheinigungen“. Allerdings ist damit nicht gemeint, Geburten und Todesfälle möglichst zurückzustellen, sondern beglaubigte Kopien auszufertigen. Darauf muss man auch erstmal kommen! Durchsetzen kann der Senat das aber offenbar nicht – dazu nochmal Kleindiek: „Es ist mir ein Anliegen, dafür zu werben…“. Na dann, viel Glück, Sie werden es gebrauchen.