Elf Tage, elf Checkpoint-Fakten zum Schulbeginn
Themenwechsel: Der Countdown läuft. Noch elf Tage, dann sind die Ferien vorbei. Kinder packen wieder ihre Ranzen, Eltern schmieren die Schulbrote – und kratzen sie ein paar Tage später verschämt-verschimmelt vom Rucksackboden. Soweit, so normal. Weil das Coronavirus aber nicht an Pause denkt, wird’s wohl das eigenartigste Sommerferienende seit Jahrzehnten. Schulsenatorin Scheeres wirbt deshalb in einem Brief (vollständig hier) an die Eltern schon jetzt um „Verständnis, Ihre Geduld und Ihren Pragmatismus”. Ruckeln könnte es, schreibt sie, und wenn die Infektionszahlen weiter steigen, könnten Schulen zeitweise schließen. Wie das alles funktionieren soll? Elf Tage, elf Checkpoint-Fakten:
1) Die Maskenpflicht in der Schule gilt nur sehr eingeschränkt – im Unterricht, auf dem Schulhof oder bei Aktivitäten im Freien müssen Schüler keinen Mund-Nasen-Schutz tragen.
2) Auch in Grund- und Förderschulen muss Maske getragen werden.
3) Eltern und alle schulfremden Personen müssen immer ihr Gesicht bedecken.
4) Wer die Maskenpflicht kontrolliert? Na klar: Unklar.
5) Abstandsregeln gelten nicht für die Schüler in Klassenräumen.
6) Wegen des Infektionsschutzes werden Schüler in Lerngruppen zusammengefasst: Kohorten.
7) In Berlin müssen alle Schüler zum Unterricht, die kein Attest wegen einer Vorerkrankung vorlegen können – oder mit jemandem aus einer Risikogruppe zusammenleben.
8) Alle Lehrer da? Nein. An manchen Schulen fehlen auch altersbedingt bis zu 40 Prozent.
9) Gibt’s in Berlin eine Vertretungsreserve? Nein.
10) Niemand prüft, ob Familien in einem Risikogebiet im Urlaub waren.
11) Sind Schüler durch die Urlaubsquarantäne am ersten Tag nicht in der Schule, zählt das als Schwänzen.