Zwölf Millionen Euro in sechs Monaten: Berliner Behörden nehmen zahlreiche externe Beratungen in Anspruch

Allein im zweiten Halbjahr 2025 gab Berlin einen zweistelligen Millionenbetrag für Beratungen, Coachings und Evaluierungen in den Verwaltungen aus. Dies geht aus einem Gutachten der Finanzverwaltung hervor. Von Daniel Böldt.

Zwölf Millionen Euro in sechs Monaten: Berliner Behörden nehmen zahlreiche externe Beratungen in Anspruch
Foto: Imago / Westend61

Um Hilfe zu bitten, fällt manch einem schwerer als Hilfe anzubieten. Eine löbliche Ausnahme: Berlins Verwaltung. Die lässt sich allzu gern von Dritten beraten, coachen und evaluieren. Allein im zweiten Halbjahr 2025 gab das Land Berlin dafür mehr als zwölf Millionen Euro aus. Das geht aus einem vertraulichen Bericht der Finanzverwaltung über alle in Auftrag gegebenen Gutachten und Beratungsdienstleistungen hervor, der dem Checkpoint vorliegt.

Die Beträge reichen von 45 Euro für eine Datenschutzberatung des Brücke-Museums über 5.950 Euro für die „Rechtsberatung zum Beihilferecht in einem konkreten Zuwendungsfall“ bis 1,2 Millionen Euro für „Arbeitsmedizinische und Arbeitssicherheitstechnische Betreuung“.