Kaninchen werden zu Berliner Plage
Kaninchen gehören zwar zur Grundausstattung jedes vernünftigen Zauberers. Im Berliner Tiergarten sind sie aber ein nagendes Problem: Die Tiere knabbern sich dort durch die Blumenrabatten. Für die Luiseninsel wurde deshalb zum Schutz eine 110 Meter lange und 80 Zentimeter Einzäunung angeschafft. Kosten: 64.000 Euro. Der Bund der Steuerzahler sieht darin aber einen eindeutigen Fall für Verschwendung, weshalb er die Mümmelmauer jetzt in seinem „Schwarzbuch“ steht. Ebenfalls unfreundliche Erwähnung fanden eine geplante Brücke nahe dem Hauptbahnhof, bei der die Baukosten von zwei auf drei Millionen Euro stiegen, und die Schöneberger Maaßenstraße, aus der für 835.000 Euro eine Begegnungszone ohne Begegnungen wurde (die Leute finden die Zone doof). Für 175.000 Euro wollte Neukölln seine Einwohner mit Flyern und Aufklebern zu reinlichen Bürgern erziehen - allerdings war der Bezirk 2016 Spitzenreiter bei illegalen Müllablagerungen. Der BER und die Staatsoper werden im Schwarzbuch nicht erwähnt. Sie gelten als Altfälle der Verschwendung.