Wie Finanzsenator Evers Berlin retten will
Wir kommen zur Rubrik „Schlecht gealtert“ und schauen uns dazu zwei Schlagzeilen an, eine von vor einem Jahr und eine von heute:
Juli 2023: „Berlin will fünf Milliarden Euro in Klimaschutz investieren.“
Juli 2024: „Berlin muss fünf Milliarden Euro aus dem Etat kürzen.“
Da aus dem einen nichts wurde, aber aus dem anderen was werden muss, macht das zusammen … na, jedenfalls viele Millionen. Für unseren Checkpoint-Podcast haben Ann-Kathrin Hipp und ich mit Finanzsenator Stefan Evers darüber gesprochen, wie ernst die Lage wirklich ist, was ihn von seinem Vorvorvorvorgänger Sarrazin unterscheidet – und worauf sich die Berlinerinnen und Berliner jetzt einstellen müssen.
Eine „Giftliste“ hat er nicht, sagt Evers, im Gegenteil: „Ich suche nach Medizin.“ Wie bitter die schmeckt, wird sich bald zeigen.
Im Podcast verrät der Finanzsenator, ob er, wie einst der Wowereit-Senat, mit dem Verkauf von „Tafelsilber“ plant - und ob der Öffentliche Dienst mal wieder vor einem massiven Personalabbau steht. Wer auf die Untertöne hört, erfährt auch, wie Evers die Zukunft des 29-Euro-Tickets und der Komischen Oper sieht.
Und was ist mit den kostenlosen Bildungsangeboten, die der SPD bisher heilig waren (und der CDU ein Ärgernis)? Hören wir mal kurz rein…
Evers: „Auch ein spannender Diskussionspunkt.“
CP: „Wurde darüber schon diskutiert?“
Evers: „Laufend.“
CP: „Und gibt es Fortschritte?“
Evers: „Was wäre für Sie ein Fortschritt?“
CP: „Wenn man wüsste, in welche Richtung es sich
entwickelt.
Evers: „Immer in eine Gute.“
Ist das nicht schön? Hier können Sie dem Senator mal sagen, was Sie davon halten – vielleicht hilft das ja: