25 entwischte Patienten im Berliner Maßregelvollzug
Vergangene Woche „entwich“ ein psychisch erkrankter Straftäter aus dem Berliner Krankenhaus des Maßregelvollzugs (KMV) und wurde in Dresden aufgegriffen. „Nicht so ungewöhnlich“, erklärte Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) daraufhin. Da wollten wir mehr wissen. 25-mal passierte das im vergangenen Jahr, wie der Checkpoint erfuhr. Doch nur in zwei Fällen hätten Patienten „baulich-technische oder personelle Hindernisse“ überwunden, sprich: ein Ausbruch. Bei den übrigen handele es sich um Verstöße beim Freigang. Ein Patient verschwand sogar 204 Tage.
„Es ist nicht ungewöhnlich, dass psychisch erkrankte Menschen in Krisensituationen vertraute Orte aufsuchen, wo sie sich sicher fühlen“, sagt Uwe Brohl-Zubert, Referent für Soziale Psychiatrie beim Paritätischen Wohlfahrtsverband. Aus seiner Sicht bestehe kein Grund zur Beunruhigung. „Wer noch als gefährlich eingestuft wird, kommt nicht in die Lockerungen.“ Bei 600 Patienten im KMV bewertet er die Zahl der Verstöße als „verschwindend gering“. Na, dann sind wir ja beruhigt.