Berlin, zeig’ uns, wo du am dreckigsten bist
Müll gehört in Berlin ja fast schon zum Stadtbild. Doch das muss nicht sein. Es gibt Zuständige für diese Zustände. Von Lorenz Maroldt
„Sie müssen jetzt sehr tapfer sein“, schreibt Jörg Simon und präsentiert (wieder einmal) das fotografische Ergebnis eines Spaziergangs durch die Luisenstadt (Kreuzberg/Mitte), auch bekannt als Müllhausen (hier zu sehen). Ähnliche Bilder gibt’s rund um den Südstern zu sehen: „Der Kinderspielplatz ist seit einem Jahr ohne Geräte, die Allee vergammelt, der Radweg Urbanstraße zugewachsen, der Trinkwasserbrunnen funktioniert nicht“, schreibt ein Anwohner, „der schöne und wichtige Baum im Garten des Gesundheitsamts schwächelt, vermutlich Trockenstress“. Fahrradleichen säumen die Fontanepromenade, an den Grünflächen sind die niedrigen, gusseisernen Zäunchen zerstört.
Es gibt Zuständige für diese Zustände, sogar hier, in der Hauptstadt der organisierten Unzuständigkeit. Sie scheinen sich damit abgefunden zu haben – anders als immer mehr Bürgerinnen und Bürger, die dieser Art von Berlin-Chick nichts abgewinnen können. Wir werden künftig hier sowie auf unseren Checkpoint-Accounts bei Twitter und Instagram zeigen, wie es in der Stadt aussieht – und wer dafür jeweils zuständig ist. Ihr Bild von Berlin nehmen wir dabei gerne auf und unter checkpoint@tagesspiegel.de entgegen.