Berliner Baum-Bewässerung auf dem heißen Stein

Klimawandel, ick hör dir trapsen: Gärtner, die Berliner Grünanlagen bewässern, waren mal eine Hochsommer-Ausnahmeerscheinung. Dieses Jahr werden sie schon Ende April gesichtet. Aus dem Treptower Park berichtet Elisabeth Rank auf Twitter, mehrere Gärtner gesehen zu haben, die die Grünflächen bewässern. „Dit wird n Desaster, kapiert nur keener“, habe einer von ihnen gesagt. Wie steht es also in diesem Frühjahr um die Grünflächen, vor allem die Bäume? „Der März war definitiv eine Katastrophe“, sagt Derk Ehlert, Baumexperte der Senatsverwaltung, am Checkpoint-Telefon. Die Regenmengen im April seien bisher zwar immerhin „knapp durchschnittlich“, aber: „Es ist kein Geheimnis, dass es viel zu wenig Regen gibt, und zwar nicht erst seit gestern.

Nicht nur der ausbleibende Regen setzt den Berliner Bäumen zu, sondern auch andere Klimawandel-Folgen: zum Beispiel Schadinsekten. Je wärmer die Berliner Winter werden, desto eher überleben sie ihn – und plagen die geschwächten Bäume zusätzlich. Und nu? Die Grünflächenämter gießen, Freiwillige gießen. „Trotzdem: Selbst wenn alle wässern, die können nicht alle Bäume wässern“, sagt Ehlert. Einen Hinweis, wie man auch ohne Riesen-Gießkanne helfen kann, hat er auch noch: „Bitte keinen Müll in den Parks und Grünanlagen hinterlassen. Die Beseitigung dieses Mülls bindet Personal, und das fehlt den Grünflächenämtern dann anderswo – beispielsweise bei der Bewässerung.“