Das Desaster mit den Sprinkleranlagen

Die ungleiche Verteilung von Ressourcen in der Stadt am Beispiel von Sprinkleranlagen: Im BER tröpfelt sie nicht mal, selbst wenn es darauf ankommt, in der Deutschen Oper fließt sie sogar, ohne dass es brennt. Und weil der „Nussknacker“ wasserscheu ist, fällt das Ballett auch morgen noch aus. Dabei hätte die Panne mit besserem Marketing nicht mal als solche auffallen müssen: Wäre Chris Dercon Intendant der Deutschen Oper, er hätte den Wasserfall als Event verkauft. Dazu auch der Kommentar von Pierre Boulez: „Musik ist kein Gefäß, in das der Komponist seine Seele Tropfen für Tropfen füllt.“ 

Der sanierten Staatsoper Unter den Linden droht offenbar ein ähnliches Desaster - am Tag der Baufreigabe (also noch vor dem Dusch-Day in der Bismarckstraße) raunte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: Die Sprinkleranlage ist so komplex, dass sie befürchte, die Mannschaft könne sie möglicherweise nicht fehlerfrei bedienen – die Bereitschaft, bestimmte Abläufe noch einmal völlig neu zu lernen, sei vor allem bei älteren Mitarbeitern nicht besonders ausgeprägt