Geschützte Grünanlage wird zum illegalen Dauerparkplatz
Kleine Pingpong-Verlängerung gefällig? Bitte sehr: In der Kynaststraße wird eine Grünanlage („geschützt“ steht auf dem dazugehörigen Schild) als illegaler Dauerparkplatz missbraucht (hier zu sehen). Ein Checkpoint-Leser wandte sich ans Ordnungsamt – und bekam bald darauf eine Mitteilung über die „Statusänderung“ des Vorgangs: „Erledigt“ stand da, und: „Vielen Dank für Ihren Hinweis. Das Anliegen wird an das Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg weitergeleitet, mit der Bitte, die Grünanlage abzusperren, sodass zukünftig kein Befahren/Beparken möglich ist.“
Ist das nicht toll? Nein, ist es leider nicht – denn zur „Rückmeldung“ gibt es noch eine „folgende Rückmeldung“, und in der heißt es dann: „Dem Straßen- und Grünflächenamt stehen in 2021 keine Mittel für die Sicherung und/oder den Umbau dieser Grünanlage zur Verfügung.“ Erst „mittelfristig“ sollen hier Poller aufgestellt werden – da aber niemand weiß, wann das Holozän endet… Und so singen wir wieder alle im Chor: Tja, da kannste nix machen. Trösten wir uns mit der Theorie und schauen in den Koalitionsvertrag, Seite 6: „Berlin ist auch die lebenswerte europäische Metropole, weil sie über viele Grün- und Wasserflächen verfügt. Wir werden diese einmaligen Werte schützen.“ Wann es so weit ist, steht da allerdings nicht. (Hinweis für Neuberliner: Der Senat ist bei uns grundsätzlich nicht zuständig für das, was nicht funktioniert.)