Vor dem Berlin-Wahlkampf: Bündnis will AfD-Vertreter aus Schulen fernhalten

Apropos: Der bevorstehende Wahlkampf wirft eine schwierige Frage neu auf. Lädt man AfD-Leute zu Podiumsdiskussionen in Schulen ein? Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Elternvertretungen und Verbänden sagt: Nein. In einem offenen Brief wird der Senat aufgefordert, Vertretern der rechtsextremen Partei an Schulen keine Bühne zu geben. Tenor der Argumentation: Wo Diskriminierung und Demokratieverachtung propagiert werden, endet die Debatte. Verfassungsfeindlichkeit gehöre als Stoff in den Unterricht, aber nicht live auf die Bühne.

Der offene Brief fällt zusammen mit einem Appell von Medienschaffenden und Wissenschaftlern, rechtsextreme Positionen nicht weiter zu normalisieren. Anlass dafür war der Auftritt von Tino Chrupalla, der sich bei Caren Miosga zum Thema „Ist Trump ein Vorbild für Deutschland?“ auslassen durfte – eine Frage, die durch einen Blick ins Grundgesetz eventuell kompetenter zu beantworten wäre. Was meinen Sie?