Bei diesen Fragen hilft nur noch Futur II
Bei den Bezirksämtern sind noch Anfragen aus den Nullerjahren offen. Wie Berlin wohl geworden sein wird, wenn die Antworten eintreffen? Eine Checkpoint-Glosse. Von Julius Betschka
Die Mühlen der Berliner Bürokratie mahlen langsam. Eine besondere Freude ist es oftmals, auch für uns, sich mit Fragen an Bezirksämter zu wenden. Oft kommen Antworten erst nach Tagen, manchmal gar nicht. Auch Bezirkspolitiker warten oft lange auf Antworten der Ämter. Wir wollten mal gucken, wie lange die Bezirksverordneten schlimmstenfalls warten müssen. Das Ergebnis ist: futuristisch. Hier unsere Late-3 laut der offiziellen Websites der Bezirke, im Futur II:
3. Bis zur Beantwortung der Anfrage "Mehr Service des Bürgeramtes" werden 361.625 Tage vergangen sein. Die Anfrage ging am 15.11.2006 beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf ein. Eine Antwort wird erwartet: 19.12.2996.
2. Bis zur Beantwortung der Anfrage "Zum Außendienst des Ordnungsamtes" werden 365.262 Tage vergangen sein. Die Anfrage ging am 10.07.2007 ein, eine Antwort des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf wird am 30.07.3007 erwartet
1. Ganz vorn liegt die Anfrage "Spielplatz Undine-Park". Geht alles, nunja, glatt, soll die Antwort des Bezirksamtes Treptow-Köpenick am 13.03.3201 kommen. Dann würden 433.194 Tage nach Eingang der Anfrage am 25.02.2015 vergangen sein.
Mich würde besonders interessieren, was am 19.12.2996 zum "Service in den Bürgerämtern" geantwortet wird. Vielleicht spritzt Bill Gates der 16. uns unsere Personalausweise unter die Haut und vielleicht sind aus 12.500 sicheren Home-Office-Arbeitsplätzen im Land Berlin dann schon 13.000 geworden. Hoffentlich bleibt das entsprechende Fax nicht hängen.