Wegner will reden: Berlins Regierender braucht Hilfe

Hier ein unglückliches Auftreten, dort eine kleine Falschaussage. Kai Wegner griff in den letzten Wochen oft verbal daneben. Das soll sich ändern. Nun sucht Berlins Regierender Bürgermeister einen neuen Redenschreiber. Von Lorenz Maroldt
 

Wegner will reden: Berlins Regierender braucht Hilfe
Foto: imago / Emmanuele Contini

Während Kai Wegner heute nach Israel reist, sucht die Senatskanzlei dringen jemanden für die „Leitung des Referates Reden und Grußworte“. Bewerbungen von Frauen sind laut Ausschreibung „besonders erwünscht“ – wegen der bisherigen Unterrepräsentanz, wie es heißt. Die Aufgabe (u.a.): „Konzeptionelle Mitwirkung bei der Verbesserung des öffentlichen Auftretens des Regierenden Bürgermeisters“. Nanu? Ist der Regiermeister mit seinem bisherigen Auftreten etwa unzufrieden? Dabei hat das Referat doch nach Angaben der Senatskanzlei bereits „rund 6 Mitarbeitende“. Ob die bisherigen Reden Wegners so schlimm waren, lässt sich leider nicht überprüfen – die entsprechende Archivseite des Regierenden Bürgermeisters ist nicht zu finden („… wurde möglicherweise entfernt…“, steht auf berlin.de). Nun denn, hoffen wir auf Erleuchtung – das letzte Wort in dieser Angelegenheit überlassen wir für heute deshalb Albert Einstein: „Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.“