Kandidaten-Duos stellen sich erstmals vor: Wahlkampf um den SPD-Vorsitz hat begonnen

Kampf um den SPD-Vorsitz: „Rassismus ist keine Meinung, und Homophobie auch nicht!“ rief Alfonso Pantisano, Queer-Beauftragter des Landes Berlin und SPD-Mitglied, beim ersten Mitgliederforum zur Wahl des neuen Landesvorsitzes nach vorne. Pantisanos Zwischenruf war adressiert an das Kandidatenduo Martin Hikel und Nicola Böcker-Giannini – die mit einer Frau verheiratet ist. Die Antwort der beiden auf Rassismusvorwürfe gegen die CDU (Stichwort: Vornamendebatte) war den anwesenden Parteilinken zu wischiwaschi ausgefallen. Wie die Kollegin Anna Thewalt beobachtete, wurde Pantisano daraufhin von einer Frau geschubst – ziemlich bescheuertes Ende für einen Abend, der sich bis dahin durch eine harte, aber auch sehr faire Auseinandersetzung ausgezeichnet hatte. Zwei weitere Foren haben die Herr- und Damenschaften noch, um erwachseneres Verhalten an den Tag zu legen.