Verbieten verboten“: Berliner CDU legt Auto-Wahlkampf von 2023 neu auf
Aktuell werden noch Unterschriften für den möglichen Volksentscheid „Berlin autofrei“ gesammelt. Der schlecht ins Wahljahr gestarteten Berliner CDU ermöglicht das, ihren sehr erfolgreichen Auto-Wahlkampf von 2023 neu aufzurollen. Von Daniel Böldt.
Nach dem von einem Tennismatch begleiteten Stromausfall und dem Streudesaster auf vereisten Bürgersteigen kann die schlecht ins Wahljahr gestartete Berliner CDU nun ihr Glück kaum fassen. Das Volksbegehren „Berlin autofrei“ ermöglicht es der Partei, ihren sehr erfolgreichen Auto-Wahlkampf von 2023 einfach neu aufzulegen. „Berlin ist für alle da. Auch für Autofahrer“, hieß es damals. Nun grüßt es von zahlreichen CDU-Plakaten: „Auto verbieten verboten“.
Wahlwerbung ist während der Sammelphase zu dem möglichen Volksentscheid explizit erlaubt. Wohl dem, der eine klare Meinung zu dem Vorhaben hat: Neben der CDU nutzen die FDP und die AfD diese Chance für diesen Früh-Wahlkampf.
Grüne, SPD und Linke verzichten auf Plakate. „Wir arbeiten für ein Berlin, in dem die Menschen verlässlich durch Tag und Nacht kommen, ob zu Fuß, auf dem Sattel, in Bus und Bahn oder hinterm Steuer“, teilte SPD-Sprecher Matthias Kuder dem Checkpoint mit. Ein Satz, der leider schlecht auf ein Wahlplakat passt.