Aktion der Senatskanzlei: Werbemaßnahmen für Berlin-Schal sind höher als Spendenerlös
139.000 Euro Ausgaben für Werbung, aber nur maximal 75.000 Euro Spendenerlös: Die Bilanz des neuen Berlin-Schals fällt ernüchternd aus – und bisher wurden nur 1000 Stück verkauft. Von Daniel Böldt und Christian Latz.
Seit Anfang März vermarktet die Senatskanzlei und „Berlin Partner“ den „exklusiven Berlin-Schal“. Kosten für die Werbekampagne: 139.000 Euro, von denen die Senatskanzlei 45.000 Euro trägt. Womit wir sofort bei einer neuen Folge Mathe mit dem Checkpoint sind:
Von den 35 Euro, die der Schal kostet, sollen 15 Euro an Organisationen der Berliner Obdachlosenhilfe gehen. Macht, wenn alle der auf 5000 Stück limitierten Auflage verkauft werden, maximal 75.000 Euro. Selbst im besten Fall also nur gut halb so viel Geld, wie Senat und „Berlin Partner“ in das Projekt stecken.
Mit bislang nur tausend verkauften Schals liegt der Spendenerlös sogar nochmal massiv niedriger. „Der Berlin-Schal bietet eine einfache Möglichkeit, Solidarität zu zeigen“, bewarb Berlin-Partner-Chef Stefan Franzke den Schal. Noch einfacher wäre es gewesen, das Geld gleich zu spenden.