Eine interne E-Mail zeigt die Not in Berlins Kliniken

Pandemie und Erkältungswelle belasten das Gesundheitssystem enorm. Wie dramatisch die Lage ist, zeigt sich bereits in einzelnen Krankenhäusern. Von Christian Latz.

Eine interne E-Mail zeigt die Not in Berlins Kliniken
Foto: dpa/Marijan Murat

Ihnen ist immer noch nicht warm? Vielleicht bringt dann Ihr Blut zum Kochen, welcher Notstand in Berlins Krankenhäusern herrscht. Was das im Klinik-Alltag bedeutet? Ein Auszug aus einer internen E-Mail des Leiters der Rettungsstelle des Helios Klinikums Emil von Behring in Zehlendorf von Montag, die dem Checkpoint vorliegt, gibt einen Einblick:

+ „Im gesamten Haus inklusive der Privatstationen keine (0) normalstationäre Betten. Aktuell haben wir 36 Patienten im NFZ [Notfallzentrum, Anm. d.R.] und Bedarf für ca. 8-10 stationäre Betten zum jetzigen Zeitpunkt.“

+ Krankenhäuser mit am Montag laut Mail bereits abgemeldeter Notaufnahmen in der Nähe: Auguste-Viktoria-Krankenhaus, Campus Benjamin-Franklin, DRK-Kliniken Westend, St. Josefs-Krankenhaus und Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam.

+ „Nach Absprache mit unserer Geschäftsführung möchte ich Sie bitten, soweit möglich noch heute durch Entlassungen Kapazitäten für unsere Notfallpatienten zu schaffen.“

Haben Sie als Patient oder Angehöriger diese Notlage selbst zu spüren bekommen? Dann schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen an checkpoint@tagesspiegel.de