Grüne warnen Berliner Wähler vor Stimmen für Kleinparteien
Zurück nach Berlin: 13 Prozent sind so unzufrieden mit den im Parlament vertretenden Parteien, dass sie „sonstige“ wählen wollen – Klimaliste, Naturschutzpartei, Freie Wähler, Volt, und was machen eigentlich die Piraten? Besonders die Grünen fürchten um Stimmen: Für Klima-, Natur- oder Tierschutz werde „es einen Riesenunterschied machen, ob ich diese Themen aus dem Roten Rathaus vorantreiben kann“, sagte Grünen-Spitzenfrau Bettina Jarasch dem Tagesspiegel. „Natürlich tut uns da jede Stimme für Kleinstparteien wie die Klimaliste oder die Tierschutzpartei weh, weil sie die Wahrscheinlichkeit für eine Deutschland-Koalition aus SPD, CDU und FDP erhöht.“
Die Kleinen wollen sich aber doch lieber selbst kümmern. „Von Stimmenklau bei den Grünen kann nicht die Rede sein“, antwortet etwa Klimaliste-Spitzenkandidatin Sophie-Alicia Hinon. Ihre Partei sei „ein Korrektiv, an den Stellen, wo sich die Grünen von ihren Zielen wegbewegt haben“. Auf dem Gründungsparteitag der Grünen 1980 in Karlsruhe fielen sicher ähnliche Worte. Nur früher war mehr Strickpulli.