Warum so wenige Lehrkräfte ihre Tablets nutzen

Warum nutzen eigentlich so wenige Lehrkräfte die „digitalen Dienstgeräte“, die der Senat ihnen mit großer Geste zehntausendfach zur Verfügung gestellt hat (Checkpoint v. 2. und 3.3.)? Hier Antworten einer Lehrerin aus Friedenau, die ihr Tablet mit anklickbarer Minitastatur zurückgegeben hat (Mail an den Checkpoint, Auszüge):

+ Nicht alltagstauglich, längeres Arbeiten daran unmöglich.

+ Minimaler Speicherplatz.

+ Nutzbare Programme beschränkt.

+ Regelbetrieb nur im Schulnetz erlaubt (falls vorhanden).

+ Nutzung privater Netze nur im Ausnahmefall.

+ Verpflichtendes Update einmal wöchentlich
zwischen 18 und 6 Uhr früh über das Schulnetz.

+ Zur Einrichtung einer Dienst-Mailadresse ist eine private Mailadresse erforderlich.

Wir haben Verwaltungssprecher Martin Klesmann um eine Stellungnahme gebeten – hier seine Antwort:

+ „Es nicht völlig ungewöhnlich, dass viele Lehrkräfte zunächst mit ihren bereits fertig eingerichteten Privatgeräten nach dem Motto ‚never change a running system‘ weitergearbeitet haben, zumal viele Aufspielungen und Apps auf den neuen Dienstgeräten zustimmungspflichtig waren und sich erst Personalräte und andere Gremien damit befassen und zustimmen mussten.“

+ „Inzwischen konnten viele Anwendungen
aufgespielt und freigeschaltet werden, so dass mit einer deutlich steigenden Nutzerzahl in der kommenden Zeit zu rechnen ist.“

+ „In einer Evaluation zu den Endgeräten erfasst die Senatsbildungsverwaltung systematisch die Kritikpunkte, um die Lehrkräfteendgeräte weiter anzupassen und den
Bedarfen gerecht zu werden.“