Neue Senatsbaudirektorin steht sofort unter verbalem Beschuss

Einflussreiche Akteure sehen in der Berufung von Petra Kahlfeldt einen Affront. Was bringt sie so auf? Und droht Berlin etwa ein neuer Häuserkampf? Von Lorenz Maroldt.

Neue Senatsbaudirektorin steht sofort unter verbalem Beschuss
Foto: IMAGO/Christian Kielmann

In der Architektenszene wackeln wegen der Berufung von Petra Kahlfeldt zur Senatsbaudirektorin unterdessen die Wände: Die Architektenkammer Berlin und der BDA Berlin hatten „eine offene und transparente Auswahl“ gefordert, mehr als 450 Architekten, Initiativen und Verbänden unterzeichneten dafür eine Petition. Jetzt sprechen einflussreiche Akteure um Philipp Oswalt von einem „Affront“: Kahlfeldt sei bisher vor allem für Villen und Luxuswohnanlagen im gehobenen Preissegment verantwortlich gewesen, mit ihr drohe ein konservativer Rückfall in die „ideologischen Grabenkämpfe“ der neunziger Jahre und „die vordergründige Ästhetisierung baukultureller Fragen“.