Gaeblers Antwort zu Zwischennutzung: Fast 1,8 Millionen Quadratmeter Gewerbeflächen stehen in Berlin leer

Der Berliner Verein „Transiträume“ arbeitet seit Jahren an Ideen für die befristete Zwischennutzung von leerstehenden Büroflächen. Neun Vorschläge wurden Gaebler bisher vorgelegt. Von Lorenz Maroldt.

Gaeblers Antwort zu Zwischennutzung: Fast 1,8 Millionen Quadratmeter Gewerbeflächen stehen in Berlin leer
Foto: dpa / Rainer Jensen

Einerseits fehlen überall Räume für alles Mögliche in Berlin (Wohnen, Künstlern, Musizieren u.a.), andererseits stehen fast 1,8, Millionen qm Gewerbeflächen in der Stadt leer. Eine dauerhafte Umwandlung, wie sie Münchens neuer OB Dominik Krause gerade für 10.000 Büros angekündigt hat, ist rechtlich kompliziert und teuer (die Bundesregierung will im Juli dazu ein Förderprogramm im Umfang von 300 Mio. beschließen). Der Berliner Verein „Transiträume“ arbeitet deshalb seit Jahren an Ideen für eine befristete Zwischennutzung (u.a. für Studierende, Künstler, Clubs), die aber immer wieder an Einwänden der Verwaltung scheitern.

Im vergangenen Oktober hatte der Verein neun Vorschläge an Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler geschickt, wie Zwischennutzungen rechtlich abgesichert und praktisch erleichtert werden könnten. Jetzt kam, fast ein halbes Jahr später, Gaeblers Antwort (liegt dem Checkpoint vor) – 

Quintessenz: Grundsätzlich seien Zwischennutzungen zwar „ein hilfreiches städtebauliches Instrument“, müssten aber stets ein bauaufsichtliches Verfahren durchlaufen, das den Anforderungen für die dauerhafte Nutzung entspricht. Im Übrigen verteile sich die Zuständigkeit auf die Senatsverwaltungen für Finanzen, für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Genug Beteiligte also für eine epische Partie Behördenpingpong, vorzugsweise in einer leerstehenden Gewerbeeinheit.