Wir nähern uns Berlin heute mal über Polen und Potsdam – und beginnen in Slubice…
… denn Polens Regierung verhängt eine Spritpreisbremse: Von heute an (Dienstag) gilt ein Höchstpreis, zudem werden ebenfalls heute für Treibstoffe statt 23 nur noch acht Prozent Mehrwertsteuer erhoben. Der Regierung zufolge drückt das die Kosten für Benzin und Diesel um 28 Cent pro Liter.
Zeit für eine Runde „Tanken mit dem Checkpoint“: An der Total-Tankstelle nahe der Tagesspiegel-Redaktion kostete ein Liter Diesel am Montagmittag 2,29 Euro. Die erste Stadt hinter der polnischen Grenze, Slubice, liegt ziemlich genau 100 Kilometer entfernt – dort kostete der Diesel am Montag (vor der MwSt-Senkung) umgerechnet 1,52 Euro.
Und jetzt sind Sie dran (regelmäßige Teilnehmer des Kurses „Mathe mit dem Checkpoint“ sind eindeutig im Vorteil):
Nehmen wir an, Sie fahren heute zum Tanken nach Slubice. Ihr Auto verbraucht 7 Liter auf 100 Kilometer. Im Kofferraum haben Sie zusätzlich einen 20-Liter-Kanister (mehr ist nicht erlaubt). Wenn Sie ankommen, passen in Ihren Tank noch genau 50 Liter. Sie tanken beides voll.
So…. wie viel Geld haben Sie wohl gespart, wenn Sie wieder zurück in Berlin sind? Na, gar nicht so leicht, oder? Wir freuen uns auf Ihre Mails an checkpoint@tagesspiegel.de – die richtige Lösung finden Sie morgen hier in Ihrem Checkpoint.

Und damit nach Potsdam, genauer gesagt: in den brandenburgischen Landtag. Hier sollen Pöbel-Abgeordnete künftig bis zu 1000 Euro Strafe zahlen, wenn sie mit verbalen Entgleisungen die Ordnung oder die Würde des Parlaments verletzen.
Wäre das nicht auch was für Berlin? Bisher gibt es für Ordnungsrufe durchs Präsidium lediglich eine Art Eintrag ins Klassenbuch; im Wiederholungsfall droht „Wortentziehung“. Wir haben uns mal angeschaut, wer da im vergangenen Jahr einschlägig verhaltensauffällig war:
Unangefochten auf Platz 1 steht da Thorsten Weiß von der AfD – er kassierte fünf Verwarnungen und damit allein die Hälfte aller Ordnungsrufe. Weitere zwei erhielten ebenfalls Abgeordnete der AfD, je eine erhielten SPD, Grüne und Linke. Tja, und was ist mit der CDU? Die hat tatsächlich seit fünf Jahren eine weiße Weste (null Verwarnungen). Haushaltslöcher ließen sich also auch mit Ordnungsgeldern in Berlin kaum füllen.
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Kerstin Hensel, eine der vielseitigsten Vertreterinnen der Gegenwartsliteratur, liest heute Abend um 19 Uhr aus ihrem soeben erschienenen Buch Abendgruß. Mit der Literaturkritikerin Carola Wiemers spricht sie über Familien- und Lebensgeschichten aus Ost und West, über Spießertum und falsche Moral. Ein poetisches Buch voll hintergründiger Ironie. Tickets hier oder an der Abendkasse am Hanseatenweg, € 7,50 / erm. € 5,-.
Einerseits fehlen überall Räume für alles Mögliche in Berlin (Wohnen, Künstlern, Musizieren u.a.), andererseits stehen fast 1,8, Millionen qm Gewerbeflächen in der Stadt leer. Eine dauerhafte Umwandlung, wie sie Münchens neuer OB Dominik Krause gerade für 10.000 Büros angekündigt hat, ist rechtlich kompliziert und teuer (die Bundesregierung will im Juli dazu ein Förderprogramm im Umfang von 300 Mio. beschließen). Der Berliner Verein „Transiträume“ arbeitet deshalb seit Jahren an Ideen für eine befristete Zwischennutzung (u.a. für Studierende, Künstler, Clubs), die aber immer wieder an Einwänden der Verwaltung scheitern.
Im vergangenen Oktober hatte der Verein neun Vorschläge an Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler geschickt, wie Zwischennutzungen rechtlich abgesichert und praktisch erleichtert werden könnten. Jetzt kam, fast ein halbes Jahr später, Gaeblers Antwort (liegt dem Checkpoint vor) –
Quintessenz: Grundsätzlich seien Zwischennutzungen zwar „ein hilfreiches städtebauliches Instrument“, müssten aber stets ein bauaufsichtliches Verfahren durchlaufen, das den Anforderungen für die dauerhafte Nutzung entspricht. Im Übrigen verteile sich die Zuständigkeit auf die Senatsverwaltungen für Finanzen, für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Genug Beteiligte also für eine epische Partie Behördenpingpong, vorzugsweise in einer leerstehenden Gewerbeeinheit.
So wie einst Alchemisten wertlose Metalle in Gold zu verzaubern suchten, trachten heute Meinungsforscher danach, mit allerlei geheimen Zutaten ihres Experimentierkastens Stimmungen in Stimmen zu verwandeln.Nach je einem eigenen Rezept reichern die Institute den Rohstoff ihrer Umfragen an – mal zischt’s dabei, und manchmal knallt’s auch. Unser Kurs „Mathe mit dem Checkpoint“ hilft jedenfalls nicht weiter, um einen Aspekt der der aktuellen Civey-Umfrage zu klären (CP von gestern): Linke und AfD liegen demnach gleichauf bei 16% – allerdings hat die AfD laut Civey im Westen einen Prozentpunkt mehr als die Linke (14/13), im Osten sogar zwei (21/19). Zweimal Vorsprung, trotzdem Gleichstand – wie kann das sein? Die Erklärung von Civey: Damit auch Teilergebnisse repräsentativ sind, werden die Ergebnisse „gewichtet“, und das kann zu „statistischen Fehlern“ führen. Aber was soll‘s – in Berlin können ja bekanntlich sogar gewichtige Wahlen zu statistischen Fehlern führen.
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Sound Base Berlin, die neue Konzertreihe im Haus der Kulturen der Welt, präsentiert die vielfältigen Communitys, die den Klang der Stadt prägen. Los geht es am 2.4. mit A Song For You. Das Vokalensemble verbindet R&B, Neo-Soul, Gospel und Hip-Hop, zeitgenössischen Gesang und die Neuinterpretation klassischer Werke. Eintritt frei
Wer in finanziellen Schwierigkeiten steckt und dringend Hilfe braucht – muss sich gedulden. Bei Schuldner- und Insolvenzberatungen liegen die Wartezeiten derzeit bei vier Wochen, in einigen Bezirken sogar bis zu fünf Monaten. Das schreibt Tim Redfern, Referent Armut und Wohnungsnotfallhilfe beim Paritätischen Berlin, auf Checkpoint-Anfrage. Gerade bei Mietschulden oder drohenden Kontopfändungen seien solche Verzögerungen „existenzbedrohend“.
Auch Anne Wistuba von der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung beobachtet lange Wartezeiten. Gründe seien die fehlende bedarfsgerechte Finanzierung und Personalmangel. Akute Fälle – etwa Räumungsaufforderungen oder drohende Stromsperren – würden zwar schnell bearbeitet, auf eine langfristige Beratung müssten Betroffene aber oft lange warten. Dass der Bedarf groß ist, zeigt der aktuelle Creditreform Schuldner-Atlas: Die Zahl überschuldeter Menschen in Berlin ist 2025 erstmals seit Jahren wieder gestiegen.
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Von der Checkpoint-Band haben Sie hier ja schon öfter gelesen – bei unser nächsten großen Berlin-Revue am 16.4. sind wir auch wieder live zu erleben. Als Gesprächsgast begrüßen wir auf der Bühne diesmal den „Mitvergnügen“-Gründer, Autor, Musiker („Virginia Jetzt!“) und Podcaster Matze Hielscher, dazu präsentieren wir live die aktuelle „Kiekste“-Bildershow, das Berlinkenner-Rätsel und vieles mehr. Tickets gibt es hier unter diesem Link – wir freuen uns auf Sie!

Ach, und was wir Sie schon immer mal fragen wollten: Haben Sie in ihrem Betrieb, ihrem Büro, ihrer Verwaltung vielleicht auch eine Band, einen Chor, ein Ensemble oder gar ein Orchester? Dann würden wir gerne von Ihnen hören! Und wer weiß, womöglich stehen wir demnächst dann ja auch mal gemeinsam auf einer Bühne. Wir freuen uns auf Ihre Mail an checkpoint@tagesspiegel.de, Betreff „Musik“.
Hat da etwa jemand Eulen nach Spree-Athen getragen? Gleich fünf davon saßen vergangene Woche in einem Baum im Monbijoupark. „Eindeutig Waldohreulen“, erklärt Wildtierexperte Derk Ehlert dem Checkpoint, ein Elterntier mit vier Nachwuchseulen. Zu früh? Von wegen: Die Tiere brüten in der Hauptstadt viel zeitiger als ihre Artgenossen auf dem Land. „Seit 14 Tagen gibt’s schon Jungvögel, die flügge sind.“ Aktuell leben um die 100 Brutpaare in der Stadt. „Die fallen überall auf.“ Da die Bäume noch keine Blätter haben, sind die Familien gut zu sehen – und zu hören: „Die Jungtiere fiepen sehr, sehr laut.“ Warum die Großstadtvögel immer so früh Nachwuchs bekommen, ist auch für Ehlert unklar, aber: „Es scheint ihnen gut zu bekommen.“ Laute, schräge Vögel fühlen sich in Berlin eben wohl.
Ob mit Eulen oder ohne: In den Osterferien stellen wir täglich eine Spazierroute durch Berlin vor, gespickt mit Tipps der Checkpoint-Community. Heute: Treptow-Köpenick. Startpunkt ist der Marktplatz in der historischen Altstadt. Auf der Insel zwischen Dahme und Spree gibt’s dann viele nette Cafés und einen Wochenmarkt (Di/Do). Gleich um die Ecke ist der historische Fischerkietz, einer der ältesten Siedlungsorte Berlins, und das Heimatmuseum. Weiter geht‘s zum Köpenicker Schloss im Stil des holländischen Barocks. Danach empfiehlt sich ein Besuch im Altstadtcafé Cöpenick, bevor wir am großen Müggelsee entlang spazieren. Abends geht’s zurück in die Altstadt zu Zilles Stubentheater. Kabarett, Märchen und Musik aus den 1920er Jahren – in einem Ambiente wie bei Oma im Wohnzimmer. Danke für alle Tipps! Morgen schlendern wir durch Steglitz-Zehlendorf.

Berliner Schnuppen
Telegramm
Berlins Fahrschüler schummeln sich durch die Theorie: 2025 wurden Prüflinge fast 500-mal erwischt, ein Anstieg um 25 Prozent und bundesweit der größte. Getrickst wird gerne mit Stellvertretern, die im Namen des Fahrschülers antreten, berichtet der TÜV auf Checkpoint-Anfrage. Jeder zweite Ertappte mogelt mit Mini-Kameras oder winzigen Ohrstöpseln, die übrigen schwören auf klassische Spickzettel – und schütteln die richtige Antwort wortwörtlich aus dem Ärmel.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner aus Baden-Württemberg hat wieder sein Zelt aufgeschlagen: Seit Jahren schläft er während der Sitzungswochen auf einem Campingplatz in Spandau – auch bei Temperaturen, die noch unter den Umfragewerten seiner Partei liegen. In einem Instagram-Video berichtet er, ihm sei zwischenzeitlich sogar die Zahnpasta eingefroren.
Ja ja, das Leben in Berlin ist teurer geworden - die Verbraucherpreise lagen im März 2,5 Prozent über dem Vorjahr. Und falls Sie sich das schöntrinken wollen: keine gute Idee – Alkohol hat noch mehr zugelegt, ebenso Tabak, Konservenobst, Kaffee, Tee und Kakao. Günstiger sind dagegen Kartoffeln, Quark, Butter und Milch. Etwas Leinöl dazu – und fertig ist das regionale Superfood. Guten Appetit!
Nach 22 Anti-Müllkampagnen von BSR und Senat mit überschaubarem Erfolg (CP von gestern) sollen jetzt die Kinder ran: Noch bis Mai können Werbe-Asse zwischen 6 und 13 Jahren ihre selbstgemalten Entwürfe beim Plakatwettbewerb „Gemeinsam Wertstoffe retten“ einreichen. Der beste wird berlinweit aufgehängt – die anderen landen in der Tonne (hoffentlich, und dann auch in der richtigen).
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Müll kann aber auch Spaß machen – Checkpoint-Leser Heinrich Pieper erlebte den BSR-Aktionstag in Steglitz als eine Art Volksfest: Wildfremde Menschen boten Hilfe beim Tragen von Sperrmüll an, „des Einen Abfall wurde zum unerwarteten Schnäppchen des Anderen“. Seinen Dank an die hochmotivierten BSR-Mitarbeiter geben wir hiermit gern weiter.
Apropos Abfall: Wir hatten Sie gestern gefragt, was Sie von einer Gebühr für Wegwerf-Geschirr halten – und das ging bei einer Beteiligung von mehr als 2300 Leserinnen und Lesern ziemlich deutlich aus: 87 Prozent dafür, neun Prozent dagegen, vier Prozent unentschieden.
Große Enttäuschung für den AfD-Verordneten Martin Christian Thomas Kohler aus C‘burg-W’dorf: Er hatte das Bezirksamt nach den fünf häufigsten Vornamen von Neugeborenen gefragt – aber weder Martin noch Christian oder Thomas sind dabei! Übrigens auch nicht Mohammed (egal in welcher Schreibweise, Kohler hatte das ebenfalls wissen wollen). Hier also die Top 5 der Jungs: Emil, Leo, Anton, Noah und Adam. Team Checkpoint wünscht allen Berliner Neugeborenen egal welchen Namens eine glückliche Kindheit, eine gerechte Bildung und viele liebe Menschen, die sich um sie kümmern.
Hier noch zwei Lese-Empfehlungen aus der Berliner Bildungswelt – beide von unserer Schulexpertin Susanne Vieth-Entus:
+ Einen spektakulären Personalflop mit Ansage musste gestern Bildungsstaatssekretärin Christina Henke eingestehen: Sie hatte die falsche Kandidatin für ein Spitzenamt ausgesucht – und Senatorin Katharina Günther-Wünsch muss sich fragen lassen, ob sie ihren Laden wirklich im Griff hat.
+ Überraschend und erstmalig haben vier Bezirke bekannt gegeben, welche Schulen wie viele Anmeldungen von Siebtklässlern haben. Olaf Werner, Berlins bekanntester Rechtsanwalt für Schulrecht, verrät hier, wie sich die Wunschschule nachträglich ändern lässt.
Personalien: Sophie Goltz wird zum 1. April Geschäftsführerin des Vereins „neue Gesellschaft für bildende Kunst“. Goltz war zuvor Leiterin der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst Salzburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Kunst im öffentlichen Raum und die Stadt als offenes Museum.
Nachtrag zur Frage, ob Friedhofsnachtwächter Knoblauch zur Vampirabwehr steuerlich als Arbeitsmittel absetzen können (CP von gestern) – Checkpoint-Leser Michael Krug vom Spandauer Steuerberatungsbüro hok bietet uns per Mail eine Runde „betreutes Lesen“ (ebenfalls aus dem CP von gestern) im Einkommensteuergesetz an. Dort heißt es in §12:
„Soweit in § 10 Absatz 1 Nummer 2 bis 5, 7 und 9 sowie Absatz 1a Nummer 1, den §§ 10a, 10b und den §§ 33 bis 33b nichts anderes bestimmt ist, dürfen weder bei den einzelnen Einkunftsarten noch vom Gesamtbetrag der Einkünfte die für den Haushalt des Steuerpflichtigen und für den Unterhalt seiner Familienangehörigen aufgewendeten Beträge sowie die Aufwendungen für die Lebensführung, die die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung des Steuerpflichtigen mit sich bringt, auch wenn sie zur Förderung des Berufs oder der Tätigkeit des Steuerpflichtigen erfolgen, abgezogen werden.“
Aha! Mit anderen Worten bzw. denen von Michal Krug: „Aus meiner Erfahrung wird der Knoblauch vom Finanzamt nicht als Arbeitsmittel anerkannt, da keine Abgrenzung zu dem vom Friedhofsbewacher privat verzehrten Knoblauch möglich ist.“
Korrektur der Korrektur vom 28.3. („Verkehrssenatorin Ute Bonde sagte in Lindau…“) zur Meldung „Verkehrssenatorin Ute Bonde sagte in Berlin…“ vom 27.3.: Das Zitat „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“ wäre selbstverständlich auch Lothar Mattäus zuzutrauen, stammt aber natürlich von Andy Möller, dem durchaus auch „Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken“ zuzutrauenwäre, was aber wiederum von Matthäus stammt. Tja, es gibt eben Tage, da verliert man, und es gibt Tage, da gewinnen die anderen (na, wer hat’s gesagt?). Sollten wir damit Gefühle verletzt haben, bitten wir um Entschuldigung. Ansonsten halten wir fest: Möller oder Matthäus, Hauptsache Handball.
Zitat
„Ich habe ein Hasenkostüm, mit dem ich durch den Garten renne, manchmal zweimal am Tag.“
Nicht wundern, wenn Sie in Zehlendorf am Wochenende etwas Übergroßes hoppeln sehen: Wahl-Berliner Herbert Grönemeyer wirft sich zur Bespaßung seiner Enkelkinder ins Ganzkörperkostüm.
Stadtleben
Verlosung – Verschenken Sie zu Ostern lieber weniger, dafür das gute Zeug. Etwa Pralinen von Sawade: aus Berlin, schön verpackt – und extrem lecker. Wenn Sie Glück haben, bekommen Sie Ihr Nest umsonst: Wir verlosen 10 Osterpäckchen (je eine große Flasche Eierlikör und einen Beutel gemischte Ostereier)! Bewerbung hier, abzuholen im Laden am Kurfürstendamm 32 (insgesamt zwölf Filialen), Mo-Sa 10–19 Uhr, U Uhlandstr.
Essen & Trinken – Noch mal durchatmen, bevor die Verwandtschaft kommt? In der gläsernen Konditorei „Goldmond“ in der Markthalle Neun gibt es die Zutaten für ein kleines Glück: Piemonteser Haselnusstorte, Blaubeerstreuselkuchen mit Marzipan, Sauerteig-Challah und einen formidablen Käsekuchen, alles aus den hochwertigen Ressourcen, die die Markthalle bereithält. Di-Fr 12–18, Sa 10–18 Uhr, Eisenbahnstr. 42, U Görlitzer Bahnhof
Last-Minute-Tickets – Große Kunst: schwere Themen in etwas Schönes verwandeln. Im Fall von Stella Donnelly in hinreißende Folkpop-Minihymnen. Mit ihrem Debüt „Beware of the Dogs“ gelang es der Australierin 2019 auf dem Höhepunkt der #MeToo-Bewegung den Betroffenen eine Stimme zu geben, ohne sie erneut zu viktimisieren. Heute Abend stellt sie im Mikropol ihr neues Album „Love And Fortune“ vor, 30 Euro, Nollendorfplatz 5, U Nollendorfplatz
Noch hingehen – Ihnen ist ein wenig grau zumute? Die Gemälde von Nick Dawes (*1969) sind echte Farbwunder: Flachsgelb, loderndes Rot, Wasserblau und ein türkisfarbenes Grün legen sich in vertikalen Bahnen übereinander, teilweise drei Meter lang. Insbesondere US-amerikanische Sammler kaufen gerade die Arbeiten des Londoner Künstlers. „Trace Elements“ noch bis 18.4. in der Galerie Kornfeld, Di-Sa, 11 bis 18 Uhr, Fasanenstr. 26, U Uhlandstr.
Kiekste
Fundstück aus der Prenzlauer Allee in Pankow. Checkpoint-Leser Andreas Metz fragt: „Trockener Kommentar oder verzweifelte Feststellung zum Berliner Alltag?“ Danke für die Zusendung! Schicken Sie Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A10 (Östlicher Berliner Ring): In den beiden folgenden Nächten ist die A10 jeweils von 20 bis 5 Uhr in Richtung Dreieck Spreeau zwischen Freienbrink und Spreeau gesperrt (jeweils 20 bis 5 Uhr).
A100 (Stadtring): In den folgenden Nächten (bis 2./3.4.) steht in Fahrtrichtung Treptow (zwischen Tempelhofer Damm und Gradestraße) nur ein Fahrstreifen zur Verfügung (jeweils 21 bis 5 Uhr).
Tiergarten: Der Tiergartentunnel wird in den Nächten bis 2./3.4. in beiden Richtungen zwischen Reichpietschufer und Heidestraße voll gesperrt (jeweils 21.30 bis 5.45 Uhr).
Uhlandstraße (Wilmersdorf): Bis 18 Uhr steht in Richtung Hardenbergstraße zwischen Blissestraße und Wilhelmsaue nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Regionalverkehr – RB24 und RB32: Von 12 Uhr bis morgen, 6 Uhr, werden die Züge zwischen Berlin-Hohenschönhausen bzw. Lichtenberg und Flughafen BER umgeleitet. Halte in Berlin-Lichtenberg, Berlin Ostkreuz und Berlin-Schöneweide entfallen.
Demonstration – Für heute sind zwölf Demos angemeldet (Stand 30.3., 15 Uhr), u.a. „Sicherer Verkehr für Fußgänger_innen und Radfahrer_innen in Marienfelde“: 40 Demonstrierende, „ADFC“, Marienfelder Allee 107/109, Tirschenreuther Ring, Marienfelder Allee (17–18.30 Uhr)
„Trans* Day of Visibility Demonstration“: 300 Teilnehmende, Mariannenplatz, Kottbusser Tor, Mariannenplatz (17.45–22 Uhr)
„GEGEN JEDEN ANTISEMITISMUS – ‚Ein Übermaß an Hass ist das Ende der Demokratie (Michel Friedman)‘“: 100 Menschen, Rosa-Luxemburg-Str. 30 (18–23.59 Uhr)
Gericht – Drei Männer, die einen Autoverkäufer in eine Falle gelockt und überfallen haben sollen, müssen sich verantworten. Die 26- und 27-Jährigen sollen ein Fahrzeug erworben, am nächsten Tag aber Mängel vorgetäuscht und eine Rückabwicklung des Vertrags vereinbart haben. Anstatt das Auto zurückzugeben, hätten sie den Verkäufer zu Boden getreten, geschlagen und 1300 Euro geraubt (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A537).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Dennis Buchner (49), Politiker (SPD), seit 2011 Mitglied des Abgeordnetenhauses, aktuell Vizepräsident / Sylvester Groth (68), Schauspieler (u. a. „Inglourious Basterds“) / „Elisabeth Grunert: Alles Liebe zu Deinem Geburtstag beste OMama der Welt, wir haben Dich lieb! Und jetzt schwing Dich auf diesen Pferderücken! Deine Lea mit Marcus, Levi und Luzi“ / „Anke Rotter, Rechtsanwältin und Steuerberaterin, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag von Deiner Spargelrunde. Wir freuen uns auf die nächste Spargeltour mit Dir“ / „Heute singen die Herzschrittmacher ein vielstimmiges Ständchen für DODO S. und freuen sich aufs Sommerkonzert!“ / Maren Schellenberg (64), Rechtsanwältin und Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksbürgermeisterin Steglitz-Zehlendorf / Volker Schlöndorff (87), Filmregisseur („Die Blechtrommel“, „Rückkehr nach Montauk“) / „Titus Stenger wird heute ein Vierteljahrhundert! Herzlichen Glückwunsch senden dem fleißigen Studenten Mama, Papa und Fiona“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Helga Anita Bonczyk, * 25. Mai 1935, verstorben am 18. März 2026 / Reinhold Falk, * 9. Mai 1935, verstorben am 15. März 2026 / Dieter Plato, * 2. August 1937, verstorben am 24. Februar 2026 / Nicolaus Rebers, * 17. November 1975, verstorben am 10. März 2026
Stolperstein – Pali Meller (*1902) war Architekt und arbeitete erst in Rotterdam, nach seiner Heirat in Berlin. Mit seiner Frau, der Tänzerin Petronella Colpa, hatte er zwei Kinder. Er konnte seine jüdische Abstammung lange geheim halten, wurde aber durch die Eltern einer Freundin denunziert. Am 23. Februar 1942 wurde er verhaftet und starb nach langer Haft am 31. März 1943 im Zuchthaus Brandenburg-Görden. An Pali Meller erinnert ein Stolperstein in der Knobelsdorffstr. 110 in Charlottenburg.
Encore
Falls Sie geistig und körperlich in Form kommen wollen, schauen Sie doch mal in den Kurskatalog der Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf.
Von „Atem ist Leben“ bis „Zumba“ findet man im Frühlingsprogramm einige Perlen. Lust auf Ski-Gymnastik? Oder den „Bewegungscocktail“? Obacht: „Blumen malt man nicht – malt man doch“ wurde leider kurzfristig gestrichen (wahrscheinlich wurde man sich nicht einig). Und der Kurs „Die Gier“ mit Besuch im Bundeskanzleramt ist schon vorbei. Freie Plätze und gute Stimmung gibt’s etwa bei „Italienische Songs singen zur ESC-Vorbereitung“.
Unser Geheimtipp: „Vom Schüler zum Millionär“ (ab 14 Jahre). Da sind knapp 16 Euro Teilnahmegebühr klug investiert.
Hoch im Kurs standen heute die Recherchen und Texte von Anne Roggensack und Christoph Papenhausen. Das Stadtleben stellte Antje Scherer zusammen und Jasmine Dellé hat am frühen Morgen das Gesamtwerk verschickt. Den Kurs „Berlin verstehen mit dem Checkpoint“ leitet hier morgen Daniel Böldt. Bis dahin
