„Skolstrejk för klimatet“ war gestern, heutzutage bleiben Schülerinnen und Schüler dem Unterricht aus Protest gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht fern. So auch heute. „Wir begrüßen das“, sagte Jennifer Rosin, Berlins Landesschülersprecherin, dem Checkpoint. Ob sie selbst die unentschuldigte Fehlzeit auf sich nimmt, will die 19-Jährige spontan entscheiden.
Einige ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und andere Mitglieder des Landesschülerausschusses sind sicher dabei. Und das Thema sei ohnehin omnipräsent, sagt Rosin: „Es vergeht kein Schultag, an dem darüber nicht gesprochen wird, ob jetzt mit Kritik oder mit Witzen.“
Seit diesem Jahr müssen alle Männer im Alter von 18 einen Fragebogen zum Wehrdienst beantworten, für Frauen ist er freiwillig. Ab dem 1. Juli 2027 ist eine verpflichtende Musterung vorgesehen. Der Schülerprotest wird unter anderem von der Bildungsgewerkschaft GEW und der Berliner Linken unterstützt. Das BSW startet heute eine Volksinitiative „für Friedensbildung statt Bundeswehrwerbung in Schulen“.
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Die Berliner FDP taumelt: Nach zahlreichen Austritten in den vergangenen Wochen, schmiss Dienstag der ehemalige Fraktionschef Sebastian Czaja hin (CP von gestern). In der Abschiedsmail an seine Ex-Parteifreunde heißt es: „Ich habe sehr lange mit mir gerungen. Doch dieser Schritt ist notwendig.“ Die Wahl zum Abgeordnetenhaus sei „eine Richtungswahl, wahrscheinlich sogar eine Schicksalswahl für unsere Stadt“.
Czaja setzt darauf, dass Kai Wegner diese gewinnt und damit ein Bündnis aus Linke, SPD und Grünen verhindert. Aktiv in den Wahlkampf für die CDU ziehen, wie es mehrere Medien berichteten, wird er wohl nicht. Er werde überall da, wo er Gelegenheit finde, auf die Gefahr eines Links-Bündnisses hinweisen, sagte Czaja am Checkpoint-Telefon. Nach Flyer-Verteilen klingt das nicht.
Zur Wahrheit gehört: Noch vor wenigen Wochen wollte Czaja Spitzenkandidat der Berliner FDP für die Wahl werden, fand dafür aber nicht genügend Rückhalt in der Partei. Bei den Liberalen zeigten sich am Mittwoch viele menschlich enttäuscht, aber wenig überrascht von dem Schritt. Czaja sei zuletzt kaum noch aktiv gewesen in der Partei, hieß es übereinstimmend.
Die kühlen Abschiedsworte überließ man Generalsekretär Peter Langer: „Sebastian Czaja hat für sich eine persönliche Entscheidung getroffen. Diese respektiere ich, nachvollziehen kann ich sie nicht.“ Digital fit wie die FDP ist, war Czaja schon am Mittwochmorgen von der Webseite als Vize-Landesvorsitzender verschwunden. Service-Hinweis für die Liberalen: Als Vorsitzender des Ortsverbandes Wannsee wird er dort noch geführt.
Touchdown Iris Spranger (SPD): Berlins Innen- und Sportsenatorin reiste Anfang Februar nach San Francisco zum Super Bowl. Nur warum? Die NFL nach Berlin zu holen, scheidet als Anlass aus. Im November 2025 fand bereits eine Partie der Football League im Olympiastadion statt. Für 2027 und 2029 sind weitere Spiele geplant. Laut Innenverwaltung ging es bei dem Besuch darum, „möglichst viele Spiele der National Football-League (NFL) für Berlin zu gewinnen“ (Q: Schriftliche Anfragen von Grünen und Linken). Bekommt das Olympiastadion etwa einen neuen Ankermieter?
Wohl eher nicht. Letztlich war selbst der Innenverwaltung der Anlass ein wenig dünn für eine Dienst-Fernreise. Spranger nahm also kurzerhand noch Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel mit. Zusammen besuchten sie nach dem Spiel Polizei- und Feuerwehrbehörden in San Francisco und Oakland sowie ein Frauenhaus und eine Wohnungslosenunterkunft. Dann waren die zweieinhalb Tage Dienstreise auch schon rum. Reisekosten für Spranger und Slowik Meisel sowie zwei Mitarbeitende: 33.500 Euro.
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Champagner für alle nach der Gastro-Mehrwertsteuersenkung? Schön wär’s! Denn die allermeisten Lokale geben die Ersparnis nicht an ihre Gäste weiter. Das hat eine Datenanalyse des Tagesspiegels ergeben. 91 Prozent der bundesweit fast 3000 untersuchten Gaststätten behielten die Ersparnis für sich, in Berlin waren es 87 Prozent. Was so manchem Gast so gar nicht schmecken wird: 22 Prozent der Betriebe haben ihre Preise sogar erhöht.
Seit 1. Januar werden nur noch sieben statt 19 Prozent Mehrwertsteuer in Restaurants, Cafés und Imbissbuden fällig. Dasselbe gilt für Lieferdienste und Kantinen. Die Gründe, warum Gäste nichts davon spüren, sind vielfältig wie ein Zwölf-Gänge-Menü: Sie reichen von verteuerten Lebensmitteln bis zu gestiegenen Personalkosten. Anschaulich in Grafiken und Texten erklärt wird das alles unter diesem Link hier.
Vielleicht hilft das ja bei der Preiskalkulation: Am Dienstag steht nach langem Ringen das Gaststättengesetz auf der Tagesordnung des Berliner Senats. Kern des Entwurfs: Betreiber sollen sich in Zukunft mit einem digitalen Antrag nur noch an eine Stelle wenden müssen, wenn sie ein Restaurant oder Café eröffnen wollen. Derzeit müssen die Gastronomen zahlreiche Ämter anlaufen – was das bedeuten kann, müssen wir Ihnen nicht erklären.
Relevant für Gäste: In bestimmten Ausgehvierteln, die von den Bezirken festgelegt werden, darf draußen am Wochenende bald bis 24 Uhr gespeist und getrunken werden. Ein anderes Thema wurde dagegen im Vorfeld abgeräumt. Die SPD-geführte Sozialverwaltung wollte durchsetzen, dass Restaurants ab einer bestimmten Größe Toiletten nur für non-binäre Personen anbieten müssen. Die CDU wies erfolgreich darauf hin, dass das dem Sinn des Gesetzes – es den Gastronomen leichter zu machen – doch eher entgegenlaufen würde.

Gab’s seit Corona nicht mehr: Berlins Schulleitungen erhielten gestern aus der Bildungsverwaltung ein Anschreiben für Eltern und Erziehungsberechtigte, in dem eine Impfung empfohlen wird – gegen das Humane Papillomvirus (HPV). „Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für alle Kinder und Jugendlichen zwischen 9-14 Jahren die Impfung zum Schutz vor HPV-bedingten Erkrankungen“, heißt es darin.
Das Schreiben wurde von drei Ärzteverbänden verfasst und soll an alle Eltern der Klassen 4 bis 10 verteilt werden. „Tatsächlich ist nicht allen bisher bekannt, dass eine solche Impfung auch für Jungen in Betracht kommen sollte“, sagte Schulstaatssekretärin Christina Henke (CDU) dem Checkpoint. „Dabei kann sie die Entwicklung bestimmter Krebsarten vermeiden und somit Leben retten.“ Für Eltern führt die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung (ÄGGF) auch eine Online-Infoveranstaltung durch, am 23. März um 19 Uhr. Hier zur Anmeldung.
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+ Hochhausleben am Berliner Stadtrand: Was bleibt, wenn ein Kind in den Tod stürzt.
+ Kritik an Ausschluss von Buchhandlungspreis: „Wir würden gerne wissen, welche Erkenntnisse der Verfassungsschutz angeblich hat“
+ „Manche fragen sich, ob der Staatsdienst noch der richtige für sie ist“: Berlins Beamtenvertreterin kritisiert Finanzsenator Evers.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Nach dem Skandal bei der Preisverleihung auf der Berlinale bleibt dem Filmfestival der größere Skandal erspart: Tricia Tuttle bleibt Berlinale-Chefin. Neu hinzu kommt ein „beratendes Forum“ sowie ein „Verhaltenskodex“ mit „Empfehlungen“ für Kulturveranstaltungen des Bundes.
30 Grad und es wird noch häufiger: So ließe sich die am Dienstag veröffentlichte „Klimarisikoanalyse Berlin“ der Umweltverwaltung zusammenfassen. Während es zwischen 1971 und 2000 im Schnitt acht Hitzetage mit mehr als 30 Grad gab, sind es heute bereits 13. Auch die Sommertage (über 25 Grad) nahmen zu: von 39 auf 49. Was nach der Kälte der letzten Monate verlockend klingt, wird laut Senat insbesondere für Alte und Kinder zum Problem.
Die Wärme wirkt sich auch auf Berlins Bienen aus: Nach dem abrupten Temperaturanstieg summten laut Nabu bereits erste Arten aus ihren Winterquartieren, fänden zurzeit allerdings noch zu wenig Nahrung. Falls Sie noch etwas Platz im Garten haben, empfehlen die Naturschützer Weiden zu pflanzen. Sie blühen mit als erstes. Checkpoint-Tipp: Geht auch auf dem Balkon.
Wo wir gerade beim Wetter sind: Bei schönstem Sonnenschein nutzte Finanzsenator Stefan Evers (CDU) gestern eine „halbe Mittagspause“ zum Frühjahrsputz. Höchstpersönlich griff er zum Besen und befreite den Gehweg in der Klosterstraße von liegengebliebenem Splitt – festgehalten selbstverständlich auf Instagram. Ob sein Pressesprecher im Hintergrund wirklich freiwillig mitfegte, wagen wir mal zu bezweifeln.
Themenwechsel: 147-mal drohte die Berliner Polizei im vergangenen Jahr mit einem sogenannte „Distanz-Elektro-Impulsgerät“ (besser bekannt als Taser). Tatsächlich ausgelöst wurden die Elektroschocker in 62 Fällen – deutlich häufiger als 2024 (49 Auslösungen). Parallel dazu stiegt auch die Zahl der Verletzten von 32 auf 58 Personen. In sieben Fällen blieb der Einsatz wirkungslos, meist wegen Kleidung (Q: unveröffentlichte Anfrage Vasili Franco, Grüne).
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Berlins Straßen sind unsicher, aber weniger tödlich: Das legt zumindest die gestern veröffentlichte „Verkehrssicherheitslage 2025“ nahe. Demnach gab es im vergangenen Jahr insgesamt 137.373 Unfälle – ein Plus von rund 4000. Gleichzeitig sank die Zahl der Verkehrstoten auf 37 (minus 18). Besonders gefährdet sind weiterhin Senioren und alle, die nicht im Auto sitzen (Radfahrer und Fußgänger).
Weitere Erkenntnis aus der Statistik: Wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte vor allem an der Schönhauser Allee einen Schulterblick riskieren. Mit 27 Unfällen (ohne Park- oder Rangierunfälle) war sie die gefährlichste Straße für Radfahrer. Es folgen: Warschauer Straße (23 Unfälle), Chausseestraße, Sonnenallee und Karl-Marx-Straße (je 22 Unfälle).
Ein Hauch von Silicon Valley weht heute Abend durch die Tucholskystraße in Mitte: Dort eröffnet Google einneues Center für Künstliche Intelligenz. Bereits seit 2019 haust der Suchmaschinen-Riese in der Tucholskystraße und konferiert in Besprechungsräumen namens „Schwangere Auster“, „BER“, „Hohler Zahn“ oder „Langer Lulatsch“ – kann sich nur die KI ausgedacht haben.
Dass Google sich auch abseits der Besprechungsräume den richtigen Standort ausgesucht hat, zeigt ein Blick auf Berlins digitale Infrastruktur: Wie die Wirtschaftsverwaltung gestern mitteilte, liege die Glasfaserabdeckung stadtweit mittlerweile bei 53,4 Prozent. Trotzdem bleibt noch einiges zu tun: Laut „Gigabit-Strategie“ des Senats soll Berlin bis 2028 flächendeckend mit Glasfaser versorgt sein.
Was macht Ex-Kultursenator Klaus Lederer nach den Abgeordnetenhauswahlen, wenn er aus dem Parlament ausscheidet? Darüber hat er mit dem Queerspiegel-Newsletter gesprochen, der heute erscheint (kostenloses Abo hier). Darin zieht Lederer auch eine queerpolitische Bilanz: „Dass ich schwul bin, spielt in meinem Leben ja keine nachrangige Rolle“.
So viel steht fest: Auch an der linken queeren Community übt Lederer Kritik. Identitäten würden zunehmend künstlich homogenisiert werden: „Dann heißt es: ‚Als so oder so positionierte Person sage ich dir, es ist so und nicht anders!‘ Debatte beendet, der identitäre Standpunkt sticht die Argumente.“
Zitat
„Manchen Clan hätte man gerne öfter in der Stadt.“
Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hat das Konzert von „Wu-Tang Clan“ am Dienstagabend in der Uber Arena offensichtlich gefallen.
Stadtleben
Verlosung – Hasnain Kazim ist Norddeutscher, geboren in Oldenburg, und evangelisch aufgewachsen. Und er ist Spross einer schiitisch-muslimischen Familie. Nach mehreren Bestsellern beschäftigt sich der Journalist, der lange für den „Spiegel“ in Pakistan und der Türkei arbeitete, nun mit seinem ambivalenten Verhältnis zum Islam. Für die Lesung aus „Der Islam und ich“ verlosen wir 2x2 Karten! Bewerbung hier, am Dienstag (20 Uhr) im Pfefferberg Theater, regulär 19 Euro, Schönhauser Allee 176, U Senefelderplatz
Essen & Trinken – Was im „Tianfuzius“ auf den Tisch kommt, ist selbst in Berlin eine Rarität: eine schnörkellose chinesische – und strikt vegetarische – Küche. Vorneweg gibt’s etwa gekochte und gebratene Teigtaschen oder bunten Salat mit Nori-Algen, gehackten Nüssen und Reis. Die Füllungen basieren auf Räuchertofu, Sellerie und Karotten, uniform schmecken sie dennoch nicht. Alles ist fair bepreist und wird freundlich serviert. Di-Fr 12-15 & 17.30-22.30 Uhr, Sa/So 12-23 Uhr, Regensburger Str. 1, U Viktoria-Luise-Platz
Noch hingehen – Berlin und Brandenburg sind Hotspots der deutschen Slamszene, fast jeden Tag kann man bei einem Poetry-Slam zuschauen oder mitmachen. Bei diesem Mix aus Lesung, Performance und Spektakel kürt das Publikum per Applaus die Sieger:in. Aktuell läuft die Königsklasse, der „BB SLAM 2026“; erleben kann man noch zwei Halbfinale (heute/Fr) und am Sonnabend das Finale. Heute 20 Uhr, Waschhaus Potsdam, 20/15 Euro, Schiffbauergasse 6
Berlinbesuch – Wie jetzt, ein einziger Tag (der dieses Jahr auch noch auf den Sonntag fällt)? Nö, die Reihe „Frauenmärz“ macht gleich den ganzen Monat Programm. Heute Abend liest zum Beispiel Stefanie de Velasco aus ihrem viel besprochenen Buch „Heiß – Liebeserklärung an die Wechseljahre“ (18.30 Uhr), es gibt (oft kostenfrei) auch Workshops, Kiezrundgänge, Musik, Kino, Ausstellungen und vieles mehr. Lesung: Eintritt frei, Marienfelder Allee 109, Bus Hanielweg
Kiekste
Ist es für Strickmäntel nicht langsam zu warm? Diesen garantiert nicht fröstelnden Jaguar hat Checkpoint-Leserin Martina Rohrbach vor einer Autowerkstatt am Botanischen Garten erspäht. „Vielleicht war er zum Umkleiden da“, mutmaßt die Fotografin. Sind Ihnen auch modische Wildtiere oder andere Berliner Kuriositäten vor die Linse gelaufen? Schicken Sie Ihre Bilder an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A10 und A12 (Dreieck Spreeau): Von 18 bis 5 Uhr ist die Überfahrt von der A12 auf die A10 in Fahrtrichtung Prenzlau voll gesperrt.
A100 und A113: Von 21 bis 5 Uhr ist die A100 in Richtung Wedding zwischen den Anschlussstellen Treptower Park bzw. Späthstraße und Gradestraße gesperrt.
A100 (Stadtring): Die Einfahrt Anschlussstelle Kurfürstendamm in Richtung Treptow ist von 22 bis 5 Uhr gesperrt.
Mitte: Ab heute ist die Chausseestraße bis Mitte 2028 in Richtung Müllerstraße zwischen Zinnowitzer Straße und Habersaathstraße für den Kfz- und Radverkehr gesperrt. Die Habersaathstraße ist von der Chausseestraße für den Kfz-Verkehr abgehängt (Sackgasse).
Antonienstraße (Reinickendorf): Bis Ende des Jahres ist die Fahrbahn Richtung A111 zwischen Zobeltitzstraße und Scharnweberstraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Groninger Straße (Wedding): Bis 18 Uhr ist die Straße zwischen Oudenarder Straße und Liebenwalder Straße für den Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Nahverkehr – Tram – M2: Bis Freitag, 0 Uhr, fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Prenzlauer Allee/Danziger Straße und Am Steinberg.
S-Bahn – S8, S85 und S9: Von 23 bis 1.30 Uhr fahren keine Züge zwischen Baumschulenweg und Treptower Park bzw. Schöneweide und zwischen Treptower Park und Spandau.
Demonstration – Für heute sind 22 Demos angemeldet (Stand 4.3., 16.30 Uhr), u.a. „Demo gegen Wehrpflicht“: 100 Menschen, Neue Roßstr./Wallstr., Spittelmarkt, Potsdamer Platz (10–11.20 Uhr)
„Demo gegen die Wehrpflicht“: 2.000 Demonstrierende, Potsdamer Platz, Rudi-Dutschke-Str., Oranienplatz (11–14 Uhr)
„Zwangspsychiatrie ist Folter – sofort stoppen!“: zwölf Teilnehmende, „BAG Psychiatrie-Erfahrener e.V.“, Werderscher Markt 13 (14.30–16.30 Uhr)
Gericht – Mit der gewalttätigen Attacke auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira befasst sich ein Berufungsgericht. Der Angeklagte (25) ist im ersten Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er habe Shapira am 2. April 2024 in Berlin-Mitte angegriffen und erheblich verletzt – die Tat sei antisemitisch motiviert gewesen, befand das Amtsgericht Tiergarten. Der Angeklagte legte Berufung ein (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal C201).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Antje Boetius (59), Meeresbiologin und Professorin, Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften / „Lydia Born wird heute 100! Seit 60 Jahren ist sie Tagesspiegel-Leserin. Wir gratulieren herzlich 😊“ / Katalin Gennburg (42), Politikerin (Die Linke), Mitglied des Deutschen Bundestags, zuvor MdA / Thomas Hermanns (63), Fernsehmoderator, Komiker, Drehbuchautor, Gründer des Quatsch Comedy Clubs / Heidi Knake-Werner (83), ehemalige Politikerin (Die Linke), bis 2009 Senatorin / „Guten Morgen lieber Norbert! Wir gratulieren dir ganz herzlich zum heutigen Geburtstag 🎁 und wünschen dir alles Liebe und Gute für das neue Lebensjahr!“ / Julia Schneider (36), Politikerin (Grüne), 2021–2025 MdA, jetzt im Bundestag / Barbara Schöneberger (52), Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Sängerin, moderierte mit Hazel Brugger den deutschen ESC-Vorentscheid
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Gestorben – Dieter Busch, * 22. April 1943, verstorben am 23. Februar 2026 / Dr. Michael Gielen, * 19. November 1941, verstorben am 14. Februar 2026 / Lona Kutzer-Laurien, * 29. September 1929, verstorben am 30. Januar 2026 / Konrad Werpunschinski, * 5. Januar 1953, verstorben am 14. Februar 2026
Stolperstein – Doris Weiß (*1939) wohnte mit ihren Eltern und zwei Schwestern in Berlin. Ihr Vater und ihre Mutter lebten laut der menschenverachtenden Ideologie der Nazis in einer „Mischehe“. Vermutlich wegen der bevorstehenden Deportation der Mutter und der drei Mädchen entschieden sich die Eltern für einen erweiterten Suizid der ganzen Familie. Am 5. März 1943 nahmen sie sich mit Haushaltsgas das Leben. An Doris Weiß erinnert ein Stolperstein in der Salzburger Str. 8 in Schöneberg.
Encore
Hier noch eine wichtige Durchsage an alle Kurzentschlossenen: Wer die Bewerbungsfristen für das kommende Sommersemester verschlafen hat, sollte bei der Berliner Hochschule für Technik (BHT) vorbeischauen.
Dort gibt laut BHT noch „Last-Minute-Studienplätze“. Klingt nach Resterampe, hat aber Zukunft: Plätze gibt es etwa in Biotechnologie, Medieninformatik, Maschinenbau oder IT-Sicherheit Online. Allerletzte Frist: 15. März.
Wild entschlossen für diesen Checkpoint im Einsatz waren Christoph Papenhausen und Björn Seeling (Recherche & Texte), Antje Scherer (Stadtleben) und Jasmine Dellé (Produktion).
Morgen liefern hier fristgerecht: Lorenz Maroldt und Valentin Petri.
Auf bald