Massiver Ausbau des ÖPNV gefordert
Exklusiv: Pankows Grüne haben ein Verkehrskonzept entwickelt, das als Blaupause für ganz Berlin dienen soll. Aus dem Checkpoint. Von Julius Betschka
Ab in den Untergrund: Pankows Grüne haben ein Verkehrskonzept entwickelt, das als Blaupause für ganz Berlin dienen soll. Das Papier liegt dem Checkpoint exklusiv vor. Die U2 soll demnach bis Niederschönhausen (Pastor-Niemöller-Platz) verlängert werden. Auch eine Verbindung des S-Bahnhofs Wollankstraße zur Osloer Straße durch eine Verlängerung der U9 soll geprüft werden – gleichberechtigt mit einer Tram-Verbindung. Statt wie bisher geplant um 12 Kilometer soll das Tram-Netz um 30 Kilometer ausgebaut werden. Der Verkehrstakt in die Innenstadt soll auf fünf Minuten verdichtet werden. Eine zusätzliche Haltestelle soll auf der Linie U2 (Wisbyer Straße) und vier auf der Linie S2 eingerichtet werden. Das Ziel: Von Haustür zu Haltestelle in fünf Minuten.
In dem Papier heißt es: „Unser Konzept ist in Pankow entstanden und bezieht sich auf Pankow. Aber es ist beispielhaft dafür, wie wir Grüne uns Verkehrswende für ganz Berlin in allen Bezirken vorstellen.“ Auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete und -Verkehrsexperte Stefan Gelbhaar war beteiligt: „Bis 2030 sollen sich die Fahrgastzahlen im ÖPNV verdoppeln. Dazu liegt jetzt ein konkretes Konzept für den Berliner Nordosten mit seinem massiven Bevölkerungswachstum vor.“ Gelbhaar fordert dafür eine massive Erhöhung der Fördermittel vom Bund um eine Milliarde Euro. Klingt ambitioniert. Aber vernünftiger als Verbotsideen ohne ausreichende Alternativangebote.