Wie sich die Delta-Variante in Berlin ausbreitet

Die Corona-Inzidenz sinkt zwar, aber die Mutation wird immer öfter entdeckt. Ein mahnender Blick auf die aktuellen Fallzahlen. Von Nina Breher und Thomas Lippold.

Wie sich die Delta-Variante in Berlin ausbreitet
Foto: Paul Zinken/dpa

Delta ist da – und mit der Coronavirus-Mutation die Sorge um die niedrige und weiter sinkende Inzidenz (6,5 in Berlin, 6,6 in Deutschland): Der Anteil der Virus-Variante hat sich deutschlandweit vergangene Woche etwa verdoppelt, liegt bei 15 Prozent (Robert-Koch-Institut). Auch in Berlin sei ein „ansteigender Trend“ zu beobachten, 4,9 Prozent aller Neuinfektionen in Berlin gingen derzeit auf Delta zurück (insgesamt 159 Fälle). Das teilt die Senatsverwaltung für Gesundheit auf Checkpoint-Anfrage mit (und bezieht sich auf die vergangene 24. Kalenderwoche – die gesamtdeutschen 15 Prozent hingegen auf die vorvergangene 23.).

Noch gibt es also vergleichsweise wenige Delta-Fälle in Berlin, die meisten pro Einwohner übrigens in Neukölln (8,7 Fälle pro 100.000 Einwohner bei 29 Fällen) und Tempelhof-Schöneberg (7,4, 26 Fälle), die wenigsten in Friedrichshain-Kreuzberg (1,4, 4 Fälle) und Pankow (1,5, 6 Fälle), wie der Checkpoint aus den Fallzahlen der Senatsverwaltung berechnet hat. Und in Marzahn-Hellersdorf kam es scheinbar zu einem ersten Delta-Ausbruch: In einer Mahlsdorfer Schule infizierten sich 13 Schüler:innen und zwei Lehrkräfte vermutlich mit der Mutation des Coronavirus. „Laut Labor deuten erste Untersuchungen auf die Delta-Variante hin“, schrieb Schulstadtrat Gordon Lemm (SPD) am Donnerstagabend auf Facebook. Grund zu Panik ist all das nicht, die Inzidenz ist weiterhin niedrig. Aber eine erste Mahnung zur Vorsicht. In Großbritannien, wo sich die Variante schon stärker durchgesetzt hat, ist die Inzidenz kürzlich wieder auf über 100 gestiegen.