Suchtprävention in Sorge: Nikotinhaltige Zahnstocher werden bei Berliner Schülern beliebter
Aromatisierte Zahnstocher in Geschmacksrichtungen wie Melone oder Beere haben in letzter Zeit einen neuen Hype bei Jugendlichen ausgelöst. Seit Kurzem sind auch nikotinhaltige Varianten im Umlauf. Die Fachstelle für Suchtprävention schlägt Alarm. Von Valentin Petri und Anne Roggensack.
Und noch einmal zurück zu Rauschmitteln und „Sommer in Beirut“ und „Nightkiller“: So heißen die aromatisierten Zahnstocher von Rapper Massiv. Die fruchtigen Hölzer mit Geschmacksrichtungen wie Melone und Beere sind ein neuer Hype bei Teenagern, haben aber seit einigen Wochen auch einen zwielichtigen Zwillingsbruder: nikotingetränkte Zahnstocher, online oder unter der Hand in Spätis zu bekommen. „Ein schmackhafter Einstieg in die Abhängigkeit“, sagt Anna Freiesleben von der Fachstelle für Suchtprävention. Jeder Zahnstocher enthalte zwei bis sechs Milligramm Nikotin – bis zu zehnmal so viel wie eine Zigarette. Optisch sind die Sticks mit und ohne Nikotin nicht zu unterscheiden. Nicht nur für Eltern und Lehrer; auch die Jugendlichen wissen oft nicht, was genau sie da im Mundwinkel haben.