SPD zofft sich über verkaufsoffene Sonntage

In der Berliner CDU wird über die SPD gern der Witz erzählt, dass man mindestens zwei Koalitionspartner habe. Wie viel Wahrheit darin steckt, führten die beiden Genossen, Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Staatssekretär Aziz Bozkurt, gestern im Abgeordnetenhaus vor. Streitpunkt: die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage 2025. Bozkurt verwies auf die „verfassungsrechtlichen Maßstäbe“. Rein wirtschaftliche Interessen seien „keine Gründe“ für eine Sonntagsöffnung. Deshalb legte die Sozialverwaltung vergangenen Freitag nur vier Termine für 2025 fest. Dann Auftritt Giffey: „Wir haben dazu schon auch noch Redebedarf.“ Aus wirtschaftspolitischer Sicht seien mehr verkaufsoffene Sonntage zu befürworten. Die Frage sei „im Senat noch nicht abgeschlossen“, sagte Giffey, eingerahmt von einem nickenden Kai Wegner und einem grinsenden Stefan Evers (beide CDU). Wer ist die SPD, und wenn ja, wie viele?