Grünen-Politiker wirbt für Steffen Krach – was denken die Berliner Parteimitglieder darüber?

Belit Onay (Grüne) ist Bürgermeister von Hannover und zelebriert weiterhin seine „Bromance“ mit Steffen Krach, dem Spitzenkandidaten der SPD für die Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses 2026. Was denken Onays Parteifreunde in der Hauptstadt darüber? Von Lorenz Maroldt und Margarethe Gallersdörfer.

Grünen-Politiker wirbt für Steffen Krach – was denken die Berliner Parteimitglieder darüber?
Foto: Imago / Jens Schicke

Apropos Hannover: Was sagen eigentlich die Grünen dazu, dass ihr Parteifreund Belit Onay, Bürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt, weiter öffentlich seine Bromance mit Krach zelebriert? Im August hatte Onay von den Führungsqualitäten des Sozialdemokraten geschwärmt, jetzt veröffentlichte der Grüne gemeinsam mit Krach bei „Table Media“ einen Beitrag zur Stadtbild-Debatte.

Die Hannoveraner Grünen versichern, die Berliner Grünen hätten ihr volle Unterstützung“. Versierte Zeugnis-Astrologen lesen hier sicher genau: „volle“ ist nicht so dolle wie „vollste“.

Werner Graf, Spitzenkandidat der Berliner Grünen, kommentiert im Gespräch mit dem Checkpoint Onays Äußerungen so: „Darf er doch.“ Ansonst sei er im Urlaub und habe den Beitrag noch nicht gelesen – vielleicht war Graf aber auch zu beschäftigt mit wahlkampftauglichem Katzenknuddeln im Tierheim (hier zu sehen).

Und Nina Stahr, Co-Parteichefin der Berliner Grünen, zeigt sich sogar als Proponentin von parteiübergreifendem Kuscheln: Es sei „völlig normal“, dass Politiker unterschiedlicher Parteien auch mal gemeinsame Texte schreiben, sagt sie dem Checkpoint. Das zeige eben, dass Grüne und SPD gut zusammenarbeiten können – „ganz anders als die sich dauernd streitende schwarz-rote Koalition in Berlin“.