Brug macht Oper zur Sau
Wir kommen zu Manuel Brug von der „Welt“, der sich standesgemäß schon in der Pause gut gelaunt maximal genervt zeigte („langweilig!“) - heute ist von ihm zur Aufführung zu lesen: „Eine Verlegenheitslösung, säuselnd feingeistig und edelöde.“ Und weiter zum Premieren-„Faust“: „Das sowieso schon nicht wirklich gut genießbare, stellenweise nazarenerhaft zahme Romantikgebräu wird noch zusätzlich angedickt durch ausufernde Originalsprechszenen aus eben jenem Nationalepos am Nationalfeiertag, mit einer voll besetzten einstigen Königs-, dann Hitler-, schließlich SED- und nunmehr neutral genannten Mittelloge.“ Dermaßen in Fahrt, mutmaßt Brug noch, dass sich die Bundeskanzlerin „ihr Abendjackett offenbar aus den Resten der neuen Sitzpolsterung“ hat schneidern lassen - Quintessenz: „Eine 1400-Plätze-Butze, klein und piefig.“ Lokalpatrioten wie mir zum Trost: Die Elphilharmonie hat Brug vor ein paar Wochen ebenfalls zur Sau gemacht - nur nicht so schön.