Museum Karlshorst hilft Museen in der Ukraine
Unsere Gegenwart ist geprägt vom neuen Krieg in Europa – und von viel Hilfsbereitschaft und Solidarität in Berlin. Der letzte Krieg in Deutschland ging am 8. Mai 1945 zu Ende, als Vertreter der Wehrmacht im Beisein der vier Alliierten in Karlshorst die bedingungslose Kapitulation und damit das Ende des Zweiten Weltkriegs besiegelten. Nun kümmert sich das Museum Karlshorst, das seinen alten Namen Deutsch-Russisches Museum wegen des aktuellen Angriffskriegs abgelegt hat, um die Rettung von kampfgeschädigten Museumsschätzen aus der Ukraine. Schon 48 Museen, Archiven und Instituten konnte geholfen werden, ihre Fotos und Dokumente digital zu sichern, bombardierte Lagerräume zu reparieren oder Generatoren und Luftentfeuchter für von Stromausfällen betroffene Depots zu beschaffen. „Die Dankbarkeit ist unendlich groß“, erzählt Ekaterina Malygina vom Projekt „After Silence“. Gut, wenn wir über den Krieg nebenan nicht still hinweggehen.