Viel Kritik am Spreekanal-Flussbad
Tim Edler, Miterfinder und Vereinsvorstand des Flussbades am Spreekanal, verbrachte den Montagabend in rauer See: Beim „Salon im Theater“ im Coupé am Hohenzollerndamm sah er sich skeptischen Denkmalschützern und kritischem Publikum gegenüber. „80 Prozent der Zuhörer waren gegen das Flussbad“, berichtete Moderatorin Lea Rosh dem CP anschließend und bekannte sich selbst als Teil dieser Mehrheit. Hauptvorwürfe seien die nach 20 Jahren noch immer nicht bekannten Kosten und die Frage, warum Land und Bund schon mehr als zehn Mio. Euro Fördergeld – u.a. für eine große Freitreppe vor dem Humboldt Forum – bewilligt haben. Roshs Vermutung: Aus schlechtem Gewissen, weil es die öffentliche Hand selbst nicht hinbekommt, den Spreekanal sauber zu kriegen. Die Vorstellung, dass es einfach schön sein könnte, an einem Kanal mit Schilf zu flanieren und vor dem Schloss direkt am Wasser zu sitzen, war offenbar nicht mehrheitsfähig.