Missbilligungsantrag gegen Sarah Nagel

Es gibt Neuigkeiten zu personellen Konsequenzen rund um die mutmaßliche Vergewaltigung einer 16-Jährigen in einem Neuköllner Jugendclub: SPD und Grüne wollen in der nächsten Bezirksverordnetenversammlung die Amtsführung von Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke) missbilligen. Die Fraktionen werfen Nagel vor, nicht schnell genug gehandelt zu haben. Für die Stadträtin ist das gleichzeitig peinlich und das kleinere Übel: Der zuvor von der CDU eingebrachte Abwahlantrag wäre damit wohl vom Tisch. Nagel ist derweil weiterhin im offenen Konflikt mit CDU-Jugendsenatorin Katharina Günther-Wünsch und hat deren Verwaltung zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung aufgefordert. Günther-Wünsch hatte im Abgeordnetenhaus erklärt, gegen Nagel laufe ein „Ermittlungsverfahren“ wegen Strafvereitelung im Amt. Dieser Tatbestand kommt für eine Stadträtin aber wohl gar nicht in Frage. Fakt ist derzeit: Die Polizei ermittelt, die Staatsanwaltschaft hat den Fall noch nicht geprüft.