Eine Runde Berlin mit Kida Ramadan
„Ich will einfach ein normales Leben führen, ohne Probleme“, sagt Kida Ramadan. Nachdem der Schauspieler und Regisseur in der vergangenen Woche aus dem offenen Vollzug der JVA Heiligensee entlassen wurde, habe ich ihn für unseren Checkpoint-Podcast „Eine Runde Berlin“ in der Ringbahn getroffen und mit ihm über seine Zeit im Gefängnis gesprochen.
Kontakte zu Insassen habe er „bewusst nicht“ gewollt, seine Sachen (Kaffeemaschine, Fernseher, Ventilator) allesamt in der Zelle gelassen. „Was ich mitgenommen habe, ist, dass ich da nie wieder sein will in meinem Leben und mein Leben total umkrempeln will“, sagt Ramadan. Im Podcast spricht er über Fehler („Mach doch einfach deinen fucking Führerschein und schnall dich an“), seine Verantwortung als Vorbild, eine späte ADHS-Diagnose, neue Filmprojekte – und den Wunsch auszuwandern und ein ruhigeres Leben zu führen. „Ich kann keine Menschen mehr um mich haben“, sagt er. „Ich möchte gerade ein bisschen allein sein.“
Das sehr ehrliche, und ehrlicherweise auch sehr unberechenbare, Gespräch (unbefangene Analyse von ChatGPT: „Es ist kein glatt durchinszeniertes PR-Interview, sondern eher ein spontaner, leicht ungebändigter Monolog, der viel über seine Persönlichkeit preisgibt – gerade weil er sich nicht an medienübliche Gesprächsrituale hält“) gibt’s jetzt mit einem Klick hier auf den Player und überall, wo es Podcasts gibt.