Weitere Ideen für Umbenennung der Mohrenstraße – und Streit um Onkel Tom

Nachdem gestern hier die große Lösung zur Umbenennung der Mohrenstraße präsentiert wurde, melden sich zwei CP-Leser mit anderen interessanten Ideen: Christian E. schlägt vor, die Mohrenstraße nach Carsten „Beathoven“ Mohren (1962-2017) zu benennen, der als Musiker, Komponist und Produzent an vielen Bands mit DDR-Geschichte beteiligt war. Diese Lösung wäre logistisch simpel und wurde bereits an anderen Stellen praktiziert. Jochen W. wiederum empfiehlt – „mit freundlichen Grüßen aus Charlottenburg in West-Berlin“ – die Benennung nach Günter Schabowski. Denn an der Mohrenstraße fand am 9. November 1989 die legendäre Pressekonferenz statt, auf der der SED-Politbürokrat die Öffnung der Mauer auslöste. Später habe Schabowski glaubhaft Reue gezeigt und Abbitte geleistet für das von ihm mitverantwortete Unrecht.

Während über die fällige Umbenennung der Mohrenstraße und/oder des Bahnhofs relativ große Einigkeit herrscht, aber noch nichts entschieden ist, rückt bereits das nächste Kandidatenduo aus Straße und U-Bahnhof in den Fokus: Onkel Tom in Zehlendorf. Eine vom Basketballer Moses Pölking gestartete Petition dazu hat bereits mehr als 7000 Unterstützer, aber die Anwohner sind aus der Hütte und der Fall ist auch inhaltlich keineswegs klar. Aber hoch interessant, wie mein Kollege Sinan Recber im Kiez erfahren hat (Abo).